13.07.2021 18:31 |

Rekord ungebrochen

Murenabgänge im Westen, brütende Hitze im Osten

Der bisherige Hitzerekord des Jahres ist am Dienstag ungebrochen geblieben. „Die 37 Grad Celsius in Pottschach in Niederösterreich liegen unter dem Höchstwert vom Donnerstag vergangener Woche“, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). An diesem Tag wurden im ebenfalls in Niederösterreich gelegenen Bad Deutsch-Altenburg am Nachmittag 37,5 Grad gemessen. Andere Situation im Westen: Starkregen hat etwa im Tiroler Ötztal (Bezirk Imst) zu einem Murenabgang geführt. 

Vor allem der Osten wurde in den vergangenen Wochen immer wieder von Hitzeperioden heimgesucht, im Vergleich zum Westen, wo immer wieder teils heftige Unwetter niedergingen, gab es so gut wie keinen Niederschlag - und damit verbunden: Dürre und Trockenheit.

Die aktuelle Hitzewelle lieferte am Dienstagnachmittag ansonsten an sieben weiteren Messstationen zumindest Werte bis oder über 35 Grad Celsius. Mit 35,9 lag der zweithöchste gemessene Wert in Wien in Stammersdorf, die weiteren Höchstwerte wurden je zur Hälfte in Wien und in Niederösterreich registriert. Der niedrigste Wert wurde übrigens wieder auf dem Tiroler Brunnenkogel in 3437 Meter Seehöhe mit 4,6 Grad gemessen - am vergangenen Donnerstag lag hier exakt derselbe Wert vor.

Waldbrandgefahr: Höchste Stufe auf Skala
Die Hitze bedeutet aber nicht nur eine stark erhöhte Waldbrandgefahr in den betroffenen Gebieten in Ostösterreich, die am Dienstag sogar auf die höchste Stufe der fünfteiligen Skala stieg. Auch ist der heurige Sommer im Osten bislang der trockenste seit Beginn der Messungen. In Kärnten kam es zu mehreren Böschungsbränden, ehe dort auch Gewitter niedergingen.

Gewitter im Westen
Ganz anders die Situation im Westen des Landes, der zuletzt immer wieder von teils heftigen Unwettern heimgesucht worden war. Auch am Dienstag brauten sich gegen Mittag bereits wieder die ersten Gewitterzellen zusammen und zogen von der Schweiz und Norditalien kommend in Richtung Österreich.

Mure im Ötztal: Straße fünf Meter hoch verschüttet
Im Tiroler Tannheimertal kamen im Zuge eines Gewitters in kürzester Zeit elf Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Die Temperaturen begannen in dem Bundesland ebenfalls bereits zu sinken. Vorsicht war u.a. im Raum Innsbruck geboten. Aufziehende Gewitter aus Südtirol können zu schweren Sturmböen führen, so die Warnung. Die Ötztalstraße (B 186) wurde von einer Mure verschüttet. Im Ortsteil Huben wurde die Straße bis zu fünf Meter hoch vermurt. Die Straße war vorerst auf beiden Seiten gesperrt, eine Umleitung bestand nicht. Verletzt wurde niemand. In Oberösterreich zogen Gewitter von den Alpen in Richtung Mühlviertel, wie die UWZ berichtete.

Die Temperaturunterschiede von West nach Ost sind jedenfalls beachtlich, wie die Unwetterzentrale meldete: So wurden in Sulzberg in Vorarlberg gegen Mittag nur zehn Grad gemessen, im niederösterreichischen Pottschach-Ternitz bis zu 37 Grad.

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