11.07.2021 07:20 |

Suche in Leutasch

Jausendose führte zu verunglücktem Deutschen

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Jener Deutsche (54), der seit einer Bergtour am 1. Juni in Leutasch vermisst wurde, ist tot. Einsatzkräfte fanden die Leiche am Samstag in einem sehr unzugänglichen Gebiet im Arnspitzenmassiv. Dass sie an der richtigen Stelle suchen, zeigte den Bergrettern eine Jausendose . . .

Wie berichtet hatte der Deutsche eine Tour von Leutasch auf die Arnplattenspitze (2171 Meter) unternommen. Von dort beabsichtigte er über die 8er-Köpfe und die Riedbergscharte nach Unterleutasch zurückzuwandern. In einer SMS an seine Frau um 16.50 Uhr meldete der Mann, dass er in schwieriges Gelände geraten sei, er das Gröbste aber schon überstanden habe. Doch als er bis 23 Uhr nicht in der Unterkunft auftauchte, schlug die Frau Alarm. Mehrfache Suchaktionen blieben danach ohne Erfolg.

Spuren und die Jausendose
Samstag suchten die Bergrettungen Scharnitz und Leutasch sowie die Suchhundestaffel mit elf Hunden erneut. „Gegen 9.30 Uhr fanden wir dann die Leiche des Mannes“, schildert Michael Strigl von der Bergrettung Leutasch. Zunächst war man auf die Jausendose des Mannes gestoßen. „Aufgrund früherer Spuren im Schnee hatten wir das Suchgebiet schon vorher recht gut eingrenzen können.“

Jägersteig hört mitten im steilen Gelände auf
Der Fundort liegt unterhalb der Großen Arnspitze, schon fast in Talnähe. Zu vermuten ist, dass der Deutsche einen alten Jägersteig nutzte - „dieser hört aber mitten im Gelände auf“, weiß Strigl. Der 54-Jährige wollte dann direkt über eine steile Klamm absteigen. „Am Ende gibt es dort nochmals senkrechte Felsabsätze“, sagt Strigl. Dort dürfte der tödliche Absturz passiert sein. Eine Obduktion soll helfen, die näheren Umstände zu klären.

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