Der Großteil der zu schnellen Fahrzeuglenker wurde durch Radarmessungen überführt: Das waren nicht weniger als 323.200 Fälle. Mit Lasergeräten wurden 122.431 Lenker erwischt, die Zivilstreifen schnappten sich 16.613 Temposünder. Doch Widmann stellt auch gleich fest, dass nicht nur Tiroler für diesen Rekord verantwortlich sind: "Wir sind ein Transitland und demgemäß sind schätzungsweise 25 Prozent der Schnellfahrer Nichttiroler."
"Disziplin wird immer besser"
Trotz dieser hohen Zahlen ist der Verkehrschef recht zufrieden: "Diese Ziffern klingen zwar sehr hoch, aber wenn man bedenkt, dass pro Jahr allein über den Brenner elf Millionen Fahrzeuge unterwegs sind, relativieren sich diese Zahlen." Auch konstatiert Widmann kein Sinken der Disziplin der Verkehrsteilnehmer, sondern er führt dies auf mehr und bessere Kontrollen zurück. "Im Gegenteil, die Disziplin wird immer besser, wie sinkende Unfallzahlen trotz erhöhtem Verkehrsaufkommen beweisen. Das zeigt, dass die Kontrolltätigkeit auch präventiv wirkt und dazu führt, dass die Lenker aufmerksamer unterwegs sind und Tempolimits stärker beachten."
Ganz wichtig ist für ihn, dass die Strafe bei Tempoüberschreitungen so rasch als möglich exekutiert wird: "Niemand hat Verständnis dafür, wenn er Wochen oder Monate nach dem Delikt bezahlen muss."
18-Jähriger mit 215 km/h erwischt
Drei besonders schwarze Schafe aus dem Vorjahr: "Ein 18-jähriger Probeführerscheinbesitzer, der mit 215 km/h auf der Autobahn unterwegs war und zwei Schwazer Motorradfahrer, die bei Tempo 50 mit 131 bzw. 140 Stundenkilometern dahinrasten."
von Werner Kriess, Tiroler Krone









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