„Ich habe ihn eigentlich immer sehr geschätzt, aber schlussendlich ist er einfach zu weit gegangen“, sagt die ehemalige Studentin über den Professor, der sie bei ihrer Diplomarbeit betreute. Laut ihr habe es zwei Situationen gegeben, in denen sich der Lehrende unangebracht verhielt. „Bei einem Telefonat über meine Diplomarbeit meinte er, dass ich es nicht so krampfhaft angehen solle, und ich mir ja zur Entspannung ein Bad einlassen und die Massagebrause verwenden könnte“, erzählt die Betroffene, die anonym bleiben möchte. Eine weitere Situation habe es dann Ende Mai gegeben – wo die beiden per Textnachricht einen Termin ausmachten. Auf die Frage der Studentin „Soll ich etwas mitnehmen?“ folgte vom Professor „Ein sexy Outfit“. „Nein, Spaß beiseite“ schrieb er gleich danach und revidierte seine Aussage. Das machte für die Studentin jedoch keinen Unterschied mehr, sie spricht von sexueller Belästigung und legte die Anruf- und Chatprotokolle beim Vizerektor vor.
Jedenfalls wurde der betroffene Professor von seiner Lehrtätigkeit abgezogen. Eine Entschuldigung will die Frau aber nicht annehmen. „Als ihm seine Lehrtätigkeit entzogen wurde, hat er mir eine schriftliche Entschuldigung gesendet. Aber für so ein Verhalten gibt es keine Entschuldigung“, sagt sie. Die Uni reagierte mit einer vorläufigen Suspendierung. Auf Facebook hieß es: „Sexuelle Übergriffe, Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art haben an der Uni keinen Platz.“
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