Für die Mauterhöhung gebe es Konsens mit seinen Amtskollegen in Südtirol und dem Trentino, berichtete Platter. Auch den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer habe er bei einem Treffen am Rand der Ski-WM in Garmisch dazu "ermuntert". Die Verlagerung des Transitverkehrs müsse "so effizient wie möglich" funktionieren. Der Verkehr über den Brenner sei nach rückläufigen Zahlen der vergangenen Jahre nun wieder im Steigen. Auch die EU werde angesichts der bereitgestellten Gelder alles dazu tun, dass der BBT auch benützt werde.
Für den Beschluss der Bundesregierung im Rahmen des ÖBB-Rahmenplanes habe es "keine Zugeständnisse" gegeben. Es gebe weder eine Lkw-Mauterhöhung im Unterinntal, noch den Aufschub anderer wichtiger Bauvorhaben. So werde der Tschirganttunnel (Verbindung vom Fernpass ins Inntal) ab 2013 und die 2. Röhre des Perjentunnels im Oberland ab 2016 gebaut, zeigte sich Platter überzeugt.
Platter-Kritik wegen "Fouls" der Opposition
Heftig ins Gericht ging Platter mit der Opposition, insbesondere der liste fritz und den Grünen, denen er vorwarf, beim BBT das Gesamtinteresse des Landes zu übersehen. "Nach allen Fouls, die in der Politik möglich waren", sei der Beschluss der Bundesregierung nun doch zustande gekommen. Dass ausgerechnet die Grünen gegen ein Eisenbahnprojekt seien, verstehe er nicht, sagte Platter. Die liste fritz sei gegen Arbeit und Wirtschaft in Tirol.
Der Klubobmann der liste fritz, Bernhard Ernst kritisierte, keine Tiroler Familie würde ihren Hausbau so angehen, wie das BBT-Projekt realisiert werde. Grünen-Klubobmann Georg Willi verwies auf fehlende Zulaufstrecken in Italien, die weitere zehn Milliarden Euro kosten würden.
Kein entschiedenes Nein zum BBT kam von der FPÖ. Klubobmann Gerald Hauser mahnte Kostenkontrolle ein, der Tunnel sei ursprünglich mit 2,4 Milliarden projektiert worden, jetzt seien die Kosten bei zehn Milliarden Euro.
Gurgiser: Verlagerungsgarantie unmöglich
Der Chef des Transitforums, LAbg. Fritz Guirgiser betonte, nur wenn man die Verlagerung von der Straße auf die Schiene vehement einfordere, sei man noch lange kein BBT-Gegner. Eine Verlagerungsgarantie zu bekommen, sei allein aus EU-rechtlichen Gründen unmöglich. Die Verlagerung werde durch "andere Maßnahmen" realisiert werden, sagte Gurgiser.









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