Vergangene Woche verging kein einziger Tag, an dem der Feinstaub-Grenzwert in Graz nicht überschritten gewesen wäre; am Freitag gar um 100 Prozent. 25 Überschreitungstage pro Jahr sind erlaubt - 26-mal gab es heuer in Graz bereits Feinstaubalarm.
Verkehrslandesrat Kurzmann hält weiter an seinem Zeitplan fest. Den Maßnahmenkatalog soll es im Mai geben. Dafür erntet Kurzmann harte Worte des Grazer Bürgermeisters: "Seit Jahren liegen alle Studien auf dem Tisch, aber Kurzmann beginnt wieder ganz von vorn anstatt Maßnahmen umzusetzen."
Kritik kommt auch vom Bund. Umweltminister Nikolaus Berlakovich: "Bis jetzt hört man von den Verantwortlichen in der steirischen Landesregierung nur, welche Maßnahmen man gegen den Feinstaub nicht setzen will. Von einer Lösung fehlt jede Spur!"
Eustacchio: "Früher alles schlimmer"
Für Kurzmann in die Bresche springt der Grazer FPÖ-Chef Mario Eustacchio: "Früher, vor 20 Jahren, war die Feinstaubbelastung viel schlimmer als heute. Ich verstehe die Hysterie nicht. Ich bin auch gegen das Dogma, dass immer nur die Autofahrer die Verantwortung tragen sollen. Wir brauchen Maßnahmen im Bereich Fernwärme, Heizkesseltausch usw. Und mir soll einmal einer beweisen, dass die Grazer durch den Feinstaub kürzer leben!"
Laut Studien der Weltgesundheitsbehörde und des Bundesumweltumweltamtes kostet Feinstaub Leben, bzw. verkürzt die Lebenserwartung der Grazer um etwa 17 Monate.
Eine neue Internetplattform - feinstaub.st - informiert täglich über die Feinstaubbelastung.
von Gerald Richter, "Steirerkrone"









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