25.06.2021 11:00 |

Olympia

Fünf Salzburger sind im Anflug auf Tokio

In Tokio 2021 feiern mit Sylvia Steiner, Peter Herzog und Lukas Hollaus drei Salzburger ihre Premiere im Zeichen der olympischen Ringe. Im Vergleich dazu „alte Hasen“ sind die Para-Athleten Günther Matzinger und Thomas Geierspichler: Letzterer darf seit Donnerstag für seine sechsten Spiele planen – übte aber auch Kritik an den Qualifikationskriterien.

Das lange Warten hatte Donnerstag ein Ende: Rennrollstuhl-Ass Thomas Geierspichler hat sein Ticket für die Paralympics fix. Damit sind einen Monat vor Beginn der coronabedingt auf 2021 verschobenen Sommerspiele (23. Juli bis 8. August) und zwei Monate vor den Paralympics (24. 8. bis 5. September) fünf Salzburger im Anflug auf Tokio!

Die Premieren: 2016 waren in Rio mit Pranz (Fechten), Paischer (Judo) sowie den Schützen Kuntschik und Rumpler vier Salzburger qualifiziert. Von diesem Quartett ist keiner mehr dabei – mit Schützin Sylvia Steiner, Marathon-Läufer Peter Herzog und Triathlet Lukas Hollaus feiern drei ihre Olympia-Premiere. Eine Medaille (es wäre die erste für Salzburg seit Lupo Paischer 2008) wäre für das Trio aber eine Sensation.

Erste Salzburger Frau seit Judith Wiesner 1996

Der Auftritt Steiners ist dennoch historisch. Die Pongauerin ist die erste Salzburger Frau bei Sommer-Olympia im neuen Jahrtausend. Ihre Vorgängerin: Tennis-Ass Judith Wiesner 1996 in Atlanta.

Die Dauerbrenner: Dagegen sind die Para-Athleten Günther Matzinger und Thomas Geierspichler „alte Hasen“. Matzinger (34) geht in seine vierten Spiele - aber erstmals als Triathlet! Seine Erfolge mit Doppel-Gold 2012 sowie Bronze 2016 feierte er als Leichtathlet.

Sogar als aktueller Doppel-Europameister musste Geierspichler zittern

Auf seine sechsten Spiele freut sich Geierspichler. Der Goldene von 2004 in Athen und 2008 in Peking musste aber als aktueller Doppel-Europameister zittern. „Durch Klassenzusammenlegungen unterschiedlichster Behinderungsgrade wird es immer schwieriger bis unmöglich, die Limits zu erreichen. Menschen mit schweren Behinderungen bleiben zunehmend auf der Strecke“, gibt der 45-Jährige zu bedenken.

Herbert Struber
Herbert Struber
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