24.06.2021 10:30 |

Antrag im Gemeinderat

Asphalt-Wüste in der Altstadt wird zum Politikum

Die Salzburger Altstadt, Weltkulturerbe und Touristen-Magnet, hat zu viel Beton- und Asphalt-Flächen. Der „Krone“-Bericht dazu hat Wellen geschlagen – auch politische. Nachdem die SPÖ mobile Bäume für den Kajetanerplatz gefordert hat, wollen die Neos nun ein Schattenkonzept – mit Blick auf den Residenzplatz.

„Krone“-Leser kennen das Problem: Es gibt zu viel Beton und Asphalt in der Altstadt. Und auch bei neuen Bau-Projekten setzt die Stadt lieber auf den heißen Asphalt statt auf kühles Kopfsteinpflaster. Die dadurch entstehende Überhitzung der Innenstadt könnte sogar Gäste und Besucher abschrecken – und ist auch wenig klimafreundlich, da gerade in den nächsten Jahrzehnten mit einem starken Anstieg von Hitzetagen in Salzburg zu rechnen ist.

Nach mobilen Bäume nun Schatten-Konzept gefordert

Während Andrea Brandner von der SPÖ das Thema bereits aufgriff und mobile Bäume und mobile Gärten für den neuen Kajetanerplatz forderte, geht nun auch Lukas Rößlhuber von den Neos in die Offensive: Er will ein Konzept für mehr Schatten in der Altstadt. Und kündigt gegenüber der „Krone“ an, dazu einen Antrag im Gemeinderat einbringen zu wollen: „Stadträtin Berthold ist gefordert, für die Innenstadt ein Beschattungskonzept zu erarbeiten.“ Rößlhuber nimmt dabei den Residenzplatz ins Visier: „Dieser verkommt in den Sommermonaten zu einer Wüste in der Stadt, auf den sich nur Hartgesottene wagen.“ Er fordert „mehr Bäume“ und „mehr Raum zum Abkühlen“.

Absage von grüner Stadträtin

Bau-Stadträtin Martina Berthold von der grünen Bürgerliste hatte der Forderung nach mobilen Bäumen eine Absage erteilt: Sie wolle „lieber erdgebundene Bäume“, und für diese gäbe es in der Altstadt kaum Platz.

Übrigens: Am Residenzplatz stehen nur zwei Bäume – einst waren es vier.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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