Prozess in Leoben

Letztes Kapitel in Causa um gequälten Knecht

Steiermark
02.02.2011 19:32
Im 2008 ins Rollen gekommen Fall eines gequälten und ausgebeuteten Knechts (56) ist nun das letzte Kapitel aufgeschlagen worden. 2010 wurden sein Chef (62) und dessen Sohn (31) verurteilt. Am Mittwoch stand der Sohn in Leoben erneut vor Gericht.

18 Monate Haft, davon sechs Monate unbedingt, lautete vergangenen Sommer das Urteil gegen den 62-jährigen Landwirt. Seit vergangener Woche ist dieses Urteil auch rechtskräftig. Der Obersteirer muss wegen des Quälens seines 56-jährigen geistig behinderten Knechts ins Gefängnis.

Nun musste der Sohn wieder vor Gericht, weil er den Knecht im August 2010 bedroht haben soll. Mit seinem Auto soll er auf den 56-Jährigen, der am Moped unterwegs war, losgefahren sein.

"Freispruch im Zweifel"
"Ich wollte ihn sicher nicht zusammenführen. Es war eine enge Straße", erklärte der 31-Jährige dem Richter. Er sehe zwar ein, dass er den 56-Jährigen erschreckt habe, wollte ihn aber sicher nicht bedrohen. "Freispruch im Zweifel", urteilte der Richter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

von Heinz Weeber und Eva Molitschnig, "Steirerkrone"

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