Energische Buhrufe

Regionen wollen für die Murtalbahn kämpfen

Steiermark
01.02.2011 14:57
Für das Streichkonzert von FPÖ-Landesrat Gerhard Kurzmann, das auch das Aus der Murtalbahn beinhaltet, gibt's von den Betroffenen energische Buhrufe. Gemeinsam mit dem Bundesland Salzburg wollen sich die Obersteirer jetzt gegen die Sparpläne wehren. Eine Aktionsplattform soll gegründet werden.

Verkehrsmäßig ist der Bezirk Murau, so wie der Lungau in Salzburg, als Grenzregion seit jeher benachteiligt. "Dennoch - auch dem entlegendsten Bezirk der Steiermark stehen öffentliche Verkehrsmittel zu!", reagiert Johann Fritz, langjähriger Betriebsleiter der Murtalbahn, sauer auf die jüngsten Sparpläne von FP-Landesrat Kurzmann.

Besonders für viele Schüler, die täglich zwischen Murau und Tamsweg pendeln, wäre die 65 Kilometer lange Zugverbindung, die von den Steiermärkischen Landesbahnen betrieben wird, unverzichtbar: "Immerhin zählen wir 550.000 Gäste pro Jahr. Die 1894 eröffnete Schmalspurbahn ist in den Lungautakt integriert, fährt alle zwei Stunden und ist das Rückgrat für den Nahverkehr der ganzen Region", sagt Fritz.

Salzburg schießt jährlich 270.000 Euro zu
Auch für das Bundesland Salzburg, das jedes Jahr einen Zuschuss von 270.000 Euro leistet, ist das Zusperren der Bahn inakzeptabel. "Die Diskussion über die Einstellung kommt alle paar Jahre wieder, vor allem nach Wahlen. Wir haben die Befürchtung, dass gerade wir am Land immer noch mehr unter die Räder kommen", ist etwa Hans Bogensberger, der frühere Ramingsteiner Bürgermeister, enttäuscht.

Der Salzburger will den Widerstand gegen die Schließung organisieren: "Mir ist schon klar, dass ein Betrieb wirtschaftlich denken muss, aber der öffentliche Verkehr ist eben auch eine Aufgabe der Politik. Falls die Einstellung beschlossen wird, werde ich eine Aktionsplattform gründen!"

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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