05.06.2021 15:11 |

Nach 30 Jahren

Richter in Kalifornien kippt Sturmgewehr-Verbot

Im US-Bundesstaat Kalifornien ist ein seit mehr als 30 Jahren geltendes Verbot für Sturmgewehre gekippt worden. In seiner 94-seitigen Urteilsbegründung erklärte der zuständige Bundesrichter Roger T. Benitez das 1989 in Kraft gesetzte Verbot für verfassungswidrig. US-Bürger besäßen das Recht auf Besitz halbautomatischer Schusswaffen. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom nannte die Entscheidung eine „direkte Bedrohung für die öffentliche Sicherheit“ und kündigte Berufung an.

Das bei US-Bürgern beliebte Gewehr vom Typ AR-15 sei eine „perfekte Kombination aus einer häuslichen Verteidigungswaffe und der Verteidigungsausrüstung des Heimatschutzes“, schrieb Benitez. Das Gewehr gleiche insofern „dem Schweizer Taschenmesser“. „Waffen und Munition in den Händen Krimineller, Tyrannen und Terroristen sind gefährlich - Waffen in den Händen von gesetzestreuen, verantwortlichen Bürgern sind besser“, fügte er hinzu.

Gouverneur kündigte Berufung an
Der Bundesstaat Kalifornien hat nun 30 Tage Zeit, in Berufung gegen die Entscheidung zu gehen. Gouverneur Newsom von den Demokraten kündigte an, für die Aufrechterhaltung des Verbots zu kämpfen. „Wir werden in diesem Kampf keinen Rückzieher machen, und wir werden uns weiterhin für vernünftige Waffengesetze einsetzen, die Leben retten“, erklärte er.

Regelmäßige Schusswaffenangriffe lösen in den USA immer wieder heftige Debatten über das Waffenrecht aus. Erst Ende Mai hatte im kalifornischen San José ein Mann in einem Straßenbahn-Depot das Feuer eröffnet und dabei neun Menschen getötet.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).