06.11.2004 19:48 |

Mika!

Häkkinen feiert Comeback im Tourenwagen

Mika Häkkinen hat wieder Lust auf Motorsport und feiert beim Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) im nächsten Jahr für Mercedes sein Comeback. "Nach dem Ende meiner Formel-1-Karriere 2001 ist mir bald klar geworden, dass ich für den endgültigen Ruhestand noch nicht bereit bin", sagte der zweimalige Formel-1-Weltmeister beim "Stars & Cars"-Tag, dem traditionellen Mercedes- Saisonabschlussfest, am Samstag in Stuttgart.
"Ich kehre in die Mercedes-Familie zurückund fahre DTM. Gewinnen ist das Ziel." Mercedes-MotorsportchefNorbert Haug bezeichnete die Verpflichtung des populärenFinnen als "eine große Bereicherung für unser Engagementund für die Meisterschaft".
 
Häkkinens spektakulärer Auftritt sorgtefür den größten Jubel unter den insgesamt 30 000Besuchern im DaimlerChrysler-Werk in Untertürkheim. Der 36Jahre alte Finne präsentierte sich den Fans auf der Brüstungeines Hochhaus-Balkons, ehe er dann auf der großen Bühneneben dem Mercedes-Benz-Museum seinen Einstieg in die populäreTourenwagen-Serie bekannt gab. "Bei den Testfahrten vor drei Wochenhat sich gezeigt, dass ich mit den Zeiten der Tourenwagen- Spezialistenmithalten kann", sagte er. "Natürlich weiß ich, dassich mich zunächst an ein DTM-Auto gewöhnen muss, umganz vorne mitfahren zu können."
 
Häkkinen, Ende der 90er Jahre im McLaren-MercedesMichael Schumachers schärfster Rivale in der Formel 1, hattenach 2001 seine Karriere beendet. Mit zwei WM-Titeln 1998 und1999, 20 Grand-Prix- Siegen und 420 WM-Punkten gehörte derSkandinavier zu den erfolgreichsten Piloten der Königsklasse.Kein Wunder, dass er mit der Entscheidung, wieder für Mercedesanzutreten, den aktuellen Silberpfeil-Fahrern die Show stahl.Weder das Formel-1-Duo Kimi Räikkönen und David Coulthardnoch die DTM-Stars Bernd Schneider, Jean Alesi, Gary Paffett undChristijan Albers erhielten annähernd so viel Beifall wieHäkkinen.
 
Neben dem Comeback-Knaller standen auch Abschiedeim Mittelpunkt. Coulthard wurde nach neun Jahren bei McLaren-Mercedesausgemustert. Der Schotte holte mit dem britisch-schwäbischenRennstall 12 seiner insgesamt 13 Siege und verabschiedete sichmit viel Wehmut. "Ich bin stolz, für dieses Team gefahrenzu sein." Über seine Pläne, 2005 zu Williams zurückzukehren,wo er 1994 seine Grand-Prix-Karriere begonnen hatte, wollte Coulthardnichts Näheres sagen: "Es ist schwierig, bei einem Mercedes-Eventüber BMW zu sprechen."
Samstag, 08. Mai 2021
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