Petrus Canisius war eine prägende Figur der Gegenreformation. In unseren Breiten ist der 1925 heiliggesprochene Jesuit bis vor wenigen Jahrzehnten durch den Religionsunterricht den Menschen zum Begriff geworden. Denn katholische Bildung war seine Waffe gegen den Protestantismus, da für ihn das Wort mächtiger war als das Schwert.
Mit Bildern die Seele berühren
Mathias Moosbrugger, Autor des vor Kurzem erschienenen biografischen Porträts „Petrus Canisius-Wanderer zwischen den Welten“, teilt im Gespräch mit der „Tiroler Krone“ mit: „Canisius hat seinen Katechismus in drei unterschiedlich langen und komplexen Versionen verfasst. Wobei einer von einem Mitbruder in Form eines ,Bild-Katechismus’ umgesetzt wurde.“ Der engagierte Jesuit forderte auch von seinem Ordensgeneral Bilder. Mit diesen wollte er den Menschen Glaubensinhalte näherbringen, indem Kunst ihre Seelen berührt. In diesem Sinne kann man die Intention der Diözese Innsbruck unter dem Kurat von Hubert Salden für die in Innsbruck und Hall bis 30. September laufende Ausstellung „Gebt mir Bilder!“ sehen. Diese beinhaltet insgesamt 50 Spitzenwerke zeitgenössischer Kunst. Zu sehen im Dom zu St. Jakob, der Spitalskirche, der Jesuitenkirche, dem Bischofshaus in Innsbruck sowie in der Pfarr- Jesuiten- und Schneiderkirche und am Friedhof in Hall.
Hohe Dichte kultureller Reflexion
Die Kunstwerke wollen herausfordern, überwältigen und den Betrachter in eine Entscheidungssituation führen.
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