26.04.2021 07:28 |

Gemeinsam gegen Müll

Kärntner machen gegen die illegalen Abfälle mobil

„Von Zigaretten über Scherben, Flaschen bis hin zu kleinsten, scharfen Plastikteilchen ist alles dabei! Dieser Abfall belastet nicht nur die Umwelt!“

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Er liegt auf den Straßen, in Wäldern, auf Wiesen, Spielplätzen, in Städten und schwimmt sogar in unseren Seen – fast schon überall stößt man auf illegal entsorgten Abfall.

350 Zigarettenstummel auf einer Länge von 400 Metern zählte etwa Landwirtin Madeleine Becker aus Mörtschach, nachdem sie sich heuer auf ihren Feldern auf Müllsuche begeben hatte. „Jährlich räumen wir unsere Wiesen auf, um unser Weidevieh vor schädlichen Abfall zu schützen“, ärgert sich die 28-Jährige.

Was die Jungbäuerin so alles findet, ist unfassbar: "Von Zigaretten über Scherben, Flaschen bis hin zu kleinsten, scharfen Plastikteilchen ist alles dabei! Dieser Abfall belastet nicht nur die Umwelt.

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Auch die Tiere können – wenn sie die Reste fressen – krank werden oder sogar daran ersticken!

Madeleine Becker

Auf ihrem Instagram-Account „@frau_freudig“ macht die Umweltschützerin auf die weltweite Müllproblematik aufmerksam.

Müllsammel-Aktionen in Kärnten
Becker und viele weitere engagierte Kärntner, die der von uns Menschen weggeworfene Mist aufregt, starten jedes Jahr Müllsammel-Aktionen. Auch Gemeindemitglieder von Ferlach riefen zum Frühjahrsputz auf. „Ganze 120 Leute nahmen bei der heurigen Flurreinigung teil – so viel waren es noch nie!“, sagt Umweltstadtrat Ervin Hukarevic. 

Was die Gruppe alles entdeckte, macht ihn mehr als nur wütend: „Räder, Mopeds und sogar ein Kühlschrank sowie Gassisackerln waren dabei. Es ist schön und gut, wenn der Hundekot in Beutel entsorgt wird, aber nicht, wenn diese Säcke einfach wieder in den Wald geworfen werden.“

Auch Hermagors Vizebürgermeister Günter Pernul bat zum Müllsammeln. Auch hier halfen viele Vereine sowie Schulen mit. In vielen anderen Kommunen - wie in Greifenburg und Gmünd - wurde die Natur vom Müll befreit.

Aktion „Ist das auf deinem Mist gewachsen?“
Der Bauernbund setzte dieser Tage seine Aktion „ist das auf deinem Mist gewachsen?“ fort (die „Krone“ berichtete bereits). Herwig Drießler von der Jungbauernschaft: „Wir haben noch einmal 400 Mistgabel-Tafeln, mit denen wir ein Zeichen gegen die Umweltverschmutzung setzen wollen, bestellt.“ Diese Woche sollen dann insgesamt 700 Schilder in ganz Kärnten aufgestellt sein.

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