07.04.2021 16:02 |

Neuer Höchstwert

Erstmals mehr als 4000 Corona-Tote in Brasilien

Zum ersten Mal musste Brasilien innerhalb von 24 Stunden mehr als 4000 Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermelden. Während das Gesundheitssystem bereits zunehmend überlastet ist, wird die Situation durch die massive Verbreitung einer Corona-Mutation noch zusätzlich verschärft.

Wesentlich mitverantwortlich für die Entwicklung ist die Mutation P.1, die nicht nur ansteckender als der Urtyp ist, sondern auch zu schwereren Verläufen an Covid-19 führt. Innerhalb von 24 Stunden seien nun erstmals 4195 Tote im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium des größten Lands Lateinamerikas mit. An den Vortagen waren die Zahlen deutlich niedriger.

Situation außer Kontrolle
Global betrachtet liegt Brasilien mit der tragischen Zahl der Todesopfer bereits an Zweiter Stelle hinter den USA - die Vereinigten Staaten waren bislang auch das einzige Land mit mehr als 4000 Corona-Toten pro Tag. In Brasilien ist die Corona-Pandemie rund ein Jahr nach Beginn weitgehend außer Kontrolle geraten. In vielen Teilen des Landes steht das Gesundheitswesen vor dem Zusammenbruch.

Kritik an Krisenmanagement
Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost. Er argumentiert, dass der wirtschaftliche Schaden durch entsprechende Maßnahmen schlimmer wäre als die gesundheitlichen Folgen. Angesichts zunehmender Kritik an seinem Krisenmanagement baute der Ex-Militär aber zuletzt sein Kabinett um.

Bisher haben sich in Brasilien über 13 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast 337.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Alleine im März starben mehr als doppelt so viele Menschen mit oder an dem Virus als im Vormonat.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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