03.04.2021 09:00 |

Tradition & Brauchtum

Ostern: Karsamstag treten die Böllerschützen auf

Rosental: Das Böllerschießen hat in Oberkrajach bei Feistritz lange Tradition. Seit 144 Jahren wird dort zu Ostern, zu Fronleichnam, bei Hochzeiten und Trauerfeiern geschossen. Heuer dürfen die Schützen auf dem Schießplatz in Oberkrajach keine Besucher empfangen. Geschossen wird aber trotzdem.

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„Die Böllerschützen sind aus unserem Kulturgeschehen nicht wegzudenken. Dem Volksglauben nach vertreibt der Krach böse Geister und bringt Glück und Wohlstand“, erzählt Bürgermeisterin Sonya Feinig. Der Ursprung des Vereins führt bis ins Jahr 1877 zurück. „Das ist urkundlich belegbar“, sagt Obmann Karl Kristof. Im Rosental zählen die 19 Böllerschützen im Alter von 19 bis 82 Jahren zu den wenigen, die das Brauchtum leben lassen. Die Geschichte des Böllerschießens führt sogar bis ins 14. Jahrhundert zurück. Kristof: „Es ist ein alter, in ganz Österreich gelebter Brauch. Zu Ostern verkünden die Schüsse symbolisch die Auferstehung.“

Heuer keine Besuche
Am Hang in Oberkrajach werden meist viele Besucher erwartet, die sogar aus Italien und der Schweiz anreisen. „Heuer wird das Gesellige beim Schießstand aber verstummen. Wegen der Pandemie sind Besuche nicht erlaubt“, sagt Kristof. Ebenso müssen die ausgebildeten Schützen erstmals im Schichtbetrieb arbeiten. Als Symbol für das bevorstehende Osterfest wurde das Kreuz beim Schießstand bereits aufgestellt.

Böllerschießen am Karsamstag
Geschossen wird aus einer Salutkanone, Kaliber 10. Kristof: „Das Rohr ist einen Meter lang.“ Es gibt auch zwei Gaskanonen. Zu hören sein werden die Schützen am Karsamstag von 12 bis 20 Uhr und am Ostersonntag von 6 bis 12 Uhr. Die Tradition wird auch zu Fronleichnam und bei Feierlichkeiten gelebt.

Gerlinde Schager
Gerlinde Schager
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