02.04.2021 08:00 |

Kalvarienberg

Auf dem Grazer Felsen der Andacht

Grazer Wallfahrer pilgern seit dem 17. Jahrhundert auf den Kalvarienberg. Auf dem Gipfel steht die Kreuzigungsgruppe.

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Grazer Gläubige, die nicht in das Heilige Land pilgern konnten, fanden hier eine imposante Andachtsstätte: den Kalvarienberg. Die Entfernung zwischen der Altstadt und dem Schieferfelsen inmitten der Murmetrople entsprach ungefähr der Länge der Via Dolorosa in Jerusalem. Und der Berg, der die Kreuzwegstationen tragen sollte, ähnelte der Schädelstätte Golgotha frappant.

„Deshalb erfreute sich die Wallfahrt bei der Stadtbevölkerung ab dem 17. Jahrhundert großer Beliebtheit“, erklärt Kirchenführer Friedrich Hager. Ihren Ausgangspunkt nahm diese innerstädtische „Pilgerreise“ bei der Ölbergkapelle am Fuße des Berges, die später zur Kalvarienbergkirche erweitert wurde.

Im Gebet versunken und kniend näherten sich die Gläubigen den Sakralräumen des Gotteshauses - 28 Stufen führen die Heilige Stiege zur Kirche hinauf. Sie sollen an den Leidensweg Christi erinnern; als Vorbild diente die Treppe, die Jesus am Weg zu seiner Verurteilung im Palast des Pontius Pilatus gehen musste.

Aus dem Felsen in der Kirche fließt Wasser
Der Kircheninnenraum beeindruckt: Auf einem Felsen, der aus der Chorwand ragt, ist die Ölbergszene plastisch dargestellt. Jesus blickt zum Himmel, in einiger Entfernung schlafen die Apostel. Ein weiteres Figuren-Bild zeigt die Gefangennahme Christi. „Wenn man glaubt, fließt aus dem Felsen Wasser“, schmunzelt Friedrich Hager. Und tatsächlich sammeln sich kurz darauf die ersten Tropfen auf dem Kirchenboden

Fünf Stationen liegen am Kreuzweg des Kalvarienberges, an dessen höchster Stelle die Kreuzigungsgruppe hoch über der Landeshauptstadt steht. Der Christuskorpus ist vergoldet und symbolisiert die Auferstehung.

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