01.04.2021 10:46 |

Aprilscherze im Netz

Von Beschwerdegebühr bis Klagenfurts Schiefen Turm

Klimaschonendes Reisen auf dem Rücken eines Haflingers? Eine Gebühr für Beschwerden bei den Wiener Linien? Und Jogginghosen als modisches Add-on bei der Uniform des Roten Kreuzes? Der Donnerstag hielt in den sozialen Medien die ein oder andere Überraschung für seine Nutzer bereit. Doch wie bei vielen Meldungen sollte man nicht alles sofort für bare Münze nehmen. Und gerade am heutigen Tag lohnt sich wohl ein zweiter Blick, denn wann, wenn nicht am 1. April, darf man ein sich einen kleinen Scherz erlauben.

Wie bereits berichtet, warben die ÖBB in einer Aussendung für ein „neues“ Angebot, das in der Theorie wohl vor allem Pferde-Fans ansprechen würde. In Kooperation mit Landwirten würden 13 Haflinger für die Fahrgäste gesattelt, damit diese vom Bahnhof nach Hause oder zum Zug gebracht werden. Zum Wiehern? Zu Recht, denn natürlich erlaubten sich die Österreichischen Bundesbahnen nur einen Aprilscherz.

Wohl in Anbetracht der Flut an Beschwerden, die via Social Media bei den Wiener Linien hinsichtlich U-Bahn-Störungen, langen Wartezeiten oder gleich Ausfällen von Garnituren regelmäßig eingeht, entschieden sich die Wiener Öffis nun zu einem drastischen Schritt und verkündeten eine künftige Bearbeitungsgebühr pro Beschwerde von 0,99 Euro? Schmankerl für Jahreskartenkunden gibt es natürlich: ein Prime-Abo um nur 29,99 Euro pro Jahr.

Aber keine Sorge - Beschweren bleibt natürlich auch weiterhin gratis, in Wien grantelt man ja auch einfach viel zu gerne.

Bei vielen gehört sie schon zum meist getragenen Kleidungsutensil dieser Pandemie - und nun auch offiziell zur Rotkreuz-Uniform. Der langersehnte Wunsch so manchen Helfers wurde damit offenbar erfüllt, wie das Rote Kreuz auf Facebook freudig mitteilte. Neben Komfort-Beinkleid dürfen natürlich auch nicht das passende Schuhwerk und Socken fehlen - zehenfreie Dienstschlapfen und Wollsocken Ausführung Babyelefant.

Und auch die Landeshauptstadt Klagenfurt ließ es sich am 1. April nicht nehmen, die Mundwinkel so manchen Facebook-Users nach oben wandern zu lassen, und präsentierte stolz den „Schiefen Turm von Klagenfurt“. So sei der Stadtpfarrturm im Zuge von Bauarbeiten etwas in Schieflage geraten, heißt es auf Facebook.

Bei dieser beeindruckenden Schräglage müsste eigentlich der Schiefe Turm von Pisa neidisch werden.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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