Die heimischen Straßen sind für die Hasen der Tod. Insgesamt ist die Zahl der getötet Tiere im Vorjahr um fast 4000 auf über 23.800 gestiegen. In der Steiermark waren es 2481. Die Dunkelziffer ist viel höher. Seit dem Jahr 2010 fielen in Österreich laut gemeldeten Zahlen bereits mehr als 250.000 Feldhasen und Wildkaninchen dem Verkehr zum Opfer.
Das dichte Straßennetz ist stark gewachsen und zerschneidet immer stärker den Lebensraum der Feldhasen. Allein seit dem Jahr 2015 hat der Flächenverbrauch durch den Straßenverkehr laut Umweltbundesamt um mehr als 40 Quadratkilometer zugenommen. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) und die Tierschutzorganisation WWF fordern daher ein verbindliches Maßnahmenpaket gegen den viel zu hohen Bodenverbrauch und einen stärkeren Schutz von Grünräumen.
Lebensraum wird stark eingeschränkt
Im Frühjahr sind die Hasen besonders aktiv, denn es ist Paarungszeit. „Der Aktionsraum eines Feldhasen ist rund 20 Quadratkilometer groß. Das lange und dichte Straßennetz Österreichs schränkt den Lebensraum der im Freien lebenden Tiere stark ein“, erklärt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Im Schnitt durchschneiden 60 Kilometer Straßen den Lebensraum eines Hasen.
Pro Minute werden in Österreich fast 100 Quadratmeter Boden verbaut.
Hanna Simons, WWF Österreich
Im Bundesländer-Vergleich fielen in Niederösterreich die meisten Hasen dem Straßenverkehr zum Opfer, nämlich 11.713, berichtet der VCÖ. Es folgen Oberösterreich (5461), das Burgenland (2986) und mit der vierthöchsten Opferzahl die Steiermark (2481) vor Salzburg (588) und Kärnten (524).
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