Wissenschaftler in Brasilien haben jetzt herausgefunden, dass Kraken womöglich sogar träumen können. Grundlage für diese Vermutung sind Beobachtungen an Oktopussen im Labor. Dabei stellte man fest, dass die Tiere beim Schlafen ein bestimmtes Muster aufweisen. Hin und wieder wechseln sie die Farbe, die Muskeln zucken, ihre Saugnäpfe ziehen sich zusammen, und die geschlossenen Augen bewegen sich.
Laut Angaben der Forscher des Brain Institute of the Federal University of Rio Grande do Norte durchlaufen die Tiere mindestens zwei verschiedene Phasen von Schlaf - eine „ruhige“ und eine „aktive“ Phase. In letzterer wechseln die Kraken unter anderem die Farbe und die geschlossenen Augen bewegen sich.
„Aktive“ Phase ähnelt REM-Schlaf des Menschen
Damit ähnle die unruhige „aktive“ Phase dem sogenannten REM-Schlaf beim Menschen, berichten die Wissenschaftler. REM (rapid eye movement) ist die englische Abkürzung für die „schnellen Augenbewegungen“, die typisch für die Schlafphase mit Träumen sind.
Ob die Tiere allerdings wirklich träumen, können die Forscher noch nicht mit Gewissheit sagen. Wenn das so ist, dann ähneln ihre Träume wohl eher „kleinen Videoclips“ oder animierten Bildern, vermuten die Wissenschaftler. Dafür ist nun noch mehr Forschung vonnöten.
Kraken gelten als einzigartig in Bezug auf ihre Komplexität im Verhalten und im Nervensystem, welches als herausragend unter den Wirbellosen gilt.
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