Viele falsch-positiv

Krisensitzungen nach Test-Wirbel in Wr. Neustadt

In Wiener Neustadt und St. Pölten gehen nach einem Bericht der „Krone“ die Wogen hoch. Bis zu 50 Prozent der positiv ausgefallenen Tests für die Ausreisekontrollen in der Allzeit Getreuen sollen laut Spitzenbeamten der Landesregierung falsch sein. Bürgermeister Klaus Schneeberger präsentierte nun aber rasch eigene Zahlen mit lediglich 25-prozentiger Fehlerquote. Das Verwirrspiel nimmt also kein Ende, die nächsten Krisensitzungen laufen bereits an ...

Zähneknirschend wurde am Dienstag zum zweiten Mal auf Beamtenebene der NÖ-Landesregierung zum Thema „falsch-positive Tests“ in Wiener Neustadt getagt. Nach dem Krisengespräch am Montag zur hohen Quote von bis zu 50 Prozent der Antigentests wurde nun über die weitere Vorgehensweise debattiert. Eine offizielle Bestätigung will aber auch am Dienstag niemand der Beteiligten abgeben.

Der Tenor für die Außenwelt lautete: „Alles halb so schlimm!“ Fakt ist, dass bereits bei anderen Massentestungen im Land die Fehlerquote bei Antigentests sehr hoch war. In Wien wurden beispielsweise sogar Höchstwerte in Richtung 57 Prozent verzeichnet.

„Quote entspricht internationalem Durchschnitt“
Der skurrile Tenor in der Landeshauptstadt passt dann auch zu den eiligst präsentierten Zahlen in Wiener Neustadt: Die Quote der nicht durch PCR-Testungen bestätigten positiven Antigentest-Ergebnisse in Wiener Neustadt liegt derzeit bei rund 25 Prozent, wird im Rathaus betont. Bürgermeister Schneeberger: „Diese Quote entspricht ziemlich genau dem internationalen Durchschnitt und stimmt mich daher sehr positiv. Das spricht auch für die Qualität der verwendeten Produkte und der Testerinnen und Tester im Einsatz.“

Warum dann im Zentrum der landesweiten Gesundheitspolitik aber ein Top-Secret-Krisengespräch bezüglich Wiener Neustadt das andere jagt und niemand die Bevölkerung informierte, konnte der einflussreiche Stadtchef aber nicht erklären. „Mir ist nichts diesbezüglich bekannt“, so Schneeberger im Gespräch mit der „Krone“. Das Vertrauen in die Stadtregierung werden diese Vorgänge aber wohl nicht stärken.

Josef Poyer
Josef Poyer
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