Aufwachen! – steht auf einem Plakat, das Aktivisten entlang der Salzach hoch halten. Tausende junge Menschen gingen am Freitag weltweit auf die Straßen, um sich am Klima-Streik zu beteiligen. Auch in Salzburg machten Anhänger der Fridays for Future (FfF) Bewegung ihrem Ärger Luft. Sie sind unzufrieden mit den leeren Versprechungen der Politik. „Wir wären in letzter Zeit gerne mit der Landesregierung in den Dialog getreten, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen“, erklärt die Aktivistin und Mitbegründerin der FfF-Salzburg, Anika Dafert.
Doch in den „Masterplan Klima & Energie“, den der Landeshauptmann und seine Regierungspartner am selben Tag präsentierten, waren die Jugendlichen nicht eingebunden. Entsprechend scharf fällt ihre Kritik an dem Plan aus. „Natürlich ist es super, die Öffis zu stärken. Dann soll aber im selben Zug die Mönchsberggarage ausgebaut werden – das widerspricht sich“, kritisiert Dafert.
Die im Plan definierten Ziele gehen den Aktivisten zudem nicht weit genug. Das Vorhaben, bis 2050 klimaneutral zu werden, sei zu kurz gedacht. Immerhin will ganz Österreich das schon bis 2040 schaffen. „Wir stellen uns unter ambitionierter und echter Klimapolitik was anderes vor“, ärgert sich die 14-jährige Lena Müller. Besonders enttäuschend: Nicht einmal die bis 2020 gesteckten Ziele konnte Salzburg zur Gänze erreichen.
Dem Streik-Ruf kamen auch tausende Aktivisten im Rest Österreichs nach: In Wien bildeten Aktivisten eine Menschenkette, in Linz wurde für die rasche Einführung des 1-2-3-Tickets demonstriert, in Innsbruck gab es eine Fahrrad-Demo und in Kufstein wurde eine 24-Stunden-Mahnwache abgehalten.
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