AstraZeneca-Charge

Soldat nach Impfung tot: Ermittlungen in Italien

Ausland
11.03.2021 17:05

Der Herzstillstand eines italienischen Marinesoldaten hat nun Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Folge. Der Grund: Tags zuvor hatte der 43-Jährige eine Dosis vom Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Produzenten AstraZeneca erhalten. Der Militärangehörige wurde offenbar mit einer Charge geimpft, die von der italienische Pharmabehörde AIFA am Donnerstag vom Markt genommen wurde.

Die Ermittlungen betreffen unter anderem das Gesundheitspersonal im Militärkrankenhaus der sizilianischen Stadt Syrakus, das den Offizier geimpft hatte. Die Leiche des Mannes soll obduziert werden, berichteten die Justizbehörden. Die Pharmabehörde hatte die AstraZeneca-Charge ABV2856 gestoppt, nachdem auf Sizilien drei Fälle von Thrombosen nach Impfungen gemeldet worden waren. Experten wurden beauftragt, die Impfstoff-Charge zu prüfen.

Die Impfung eines italienischen Soldaten (Bild: AP)
Die Impfung eines italienischen Soldaten

Mehrere Tote nach Impfung
Zwei Militärangehörige auf Sizilien sollen in den vergangenen Tagen gestorben sein, nachdem sie die erste AstraZeneca-Impfdosis erhalten hatten, hatten italienische Medien zuvor berichtet. Ermittlungen wurden außerdem wegen des Todes eines Mitarbeiters einer Schule im Raum von Neapel aufgenommen, der am Montag immunisiert worden und kurz darauf gestorben war. Vergangene Woche war eine 62-jährige Lehrerin in Neapel nach der Impfung verstorben.

Nach Komplikationen und auch Todesopfern in anderen Staaten wurden in den betroffenen Ländern verdächtige Chargen des AstraZeneca-Impfstoffs aus dem Verkehr gezogen. Norwegen und Dänemark haben sogar Impfungen mit dem Präparat bis auf Weiteres komplett ausgesetzt.

(Bild: APA/AFP/Jens Schlueter)

Beratungen in Österreich
Auch in Österreich sind in den vergangenen Tagen ein Todesfall und zwei Krankheitsfälle in zeitlicher Nähe zu einer AstraZeneca-Impfung bekannt geworden, ein ursächlicher Zusammenhang wurde bisher nicht belegt. Am Nachmittag steht ein Informationsaustausch der Landesgesundheitsräte mit dem Ministerium an.

Quelle: APA

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