11.03.2021 10:24 |

Arzt zeigt seine Hände

Schwer gezeichnet nach Schicht auf Covid-Station

Während zu Beginn der Pandemie, Bilder von Gesichtern mit tiefen Maskenabdrücken die Runde machten, ist es nun das Foto einer Hand, das für großes Aufsehen im Netz sorgt. Ein italienischer Mediziner zeigt, wie sein wichtigstes Werkzeug nach eine 12-Stunden-Schicht auf einer Covid-Station aussieht.

Tiefer Risse, komplett ausgetrocknet, ein wenig blau und um Jahre gealtert - so kann man den Anblick der Hand des Mediziners zusammenfassen, der nach zwölf langen Stunden auf der Corona-Station seine Handschuhe ausziehen durfte.

„Heute, nach einer weiteren anstrengenden Schicht, beim Ausziehen von drei Handschuhen habe ich ein intensives Brennen wahrgenommen, wahrscheinlich eine Kombination aus Schweiß, Desinfektionsmittel und Gleitgel. Die Hände wirken um 30 bis 40 Jahre gealtert“, so kommentierte der Mediziner Salvatore Quarta sein Foto.

„Helft uns!“
Der 48-Jährige, der in der Poliklinik Santa Maria alle Scotte in Siena arbeitet, wollte mit dem Bild auf die nach wie vor erschwerten Bedingungen aufmerksam machen, unter denen das Personal des Gesundheitswesens nun schon seit mehr als einem Jahr zu leiden hat. Seine eindringliche Bitte lautet daher: „Helft uns!“

Gegenüber der italienischen Zeitung „La Repubblica“ erklärte der Arzt, dass es nicht nur die Stundenmenge und die Schutzkleidung sei, die den Medizinern zusetze, sondern vor allem auch die menschlichen Schicksale.

Maßnahmen sollen verschärft werden
Die Corona-Lage in Italien hatte sich zuletzt wieder zugespitzt, die Regierung in Rom will daher auch neuerlich die Anti-Covid-Auflagen verschärfen. Zuletzt gab es 22.409 Neuinfektionen und 332 Todesopfer. Große Hoffnung wird derzeit vor allem auf die Impfkampagne gesetzt, bis Ende des Sommers rechnet das Land mit 80 Millionen Impfdosen.

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