05.03.2021 09:18 |

Gegen Ausbeutung

EU-Verbot von Wildtieren in Zirkussen gefordert

In Österreich besteht ein Wildtier-Verbot in Zirkussen seit Jahren. Trotzdem transportieren Wanderzirkusse Löwen, Giraffen, Elefanten und Co. weiterhin quer durch die EU. Diese Reisen sind eine Qual für die Tiere, die ihr Leben in Transportwagen und kleinen, provisorischen Gehegen verbringen müssen. Für VIER PFOTEN ist ein EU-weit angeglichenes Verbot von Wildtieren in Zirkussen die einzige Lösung, um deren Leiden in der gesamten EU zu beenden. Eine in mehreren EU-Ländern durchgeführte Meinungsumfrage zeigt, dass 68 Prozent der Europäer diese Ansicht teilen.

In immerhin 23 der 27 EU-Mitgliedstaaten gelten Beschränkungen für den Einsatz von Wildtieren in Zirkussen. In einigen Ländern, wie Griechenland und Malta, dürfen überhaupt keine Tiere in der Manege auftreten. Nur in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien gibt es keine nationalen Beschränkungen. Internationale Tierärzte, Tierverhaltensexperten und Regierungsvertreter sind sich jedoch einig, dass das ständige Reisen und die stets vorübergehende Unterbringung die Gesundheit von Zirkustieren massiv beeinträchtigt.

Mehrheit europäischer Bürger gegen Tierleid in Zirkussen
Eine von Eurogroup for Animals in Auftrag gegebene Studie bei Savanta ComRes in Ländern wie Tschechien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen und Spanien hat ergeben, dass sich die Mehrheit für eine Abschaffung dieser tierquälerischen Unterhaltungsform in der EU ausspricht:

  • Der Einsatz von Wildtieren in Zirkussen ist grausam und Wildtiere sollten nicht zur öffentlichen Unterhaltung eingesetzt werden - 68 Prozent stimmen zu
  • Die Europäische Union sollte den Einsatz aller Wildtiere in Zirkussen verbieten - 62 Prozent stimmen zu
  • Die Europäische Union sollte garantieren, dass Tiere nicht grausam ausgebeutet werden - 83 Prozent stimmen zu
  • Zirkusse, die immer noch Wildtiere einsetzen, müssen sich neu erfinden, indem sie qualitativ hochwertige Shows mit menschlichen Darstellern entwickeln - 69 Prozent stimmen zu

„Nur ein EU-weites Verbot kann das Ende dieser völlig veralteten Unterhaltungsform garantieren und eine einheitliche und effektive Lösung für das körperliche und emotionale Leiden von Wildtieren in Zirkussen bieten. Die Kommission sollte die Wünsche der EU-Bürger sehr ernst nehmen und ihre Befugnisse nutzen, um diesem unnötigen Leiden endlich ein Ende zu setzen und gleichzeitig den Status der EU als internationalen Vorreiter für den Tierschutz festigen“, kommentiert Reineke Hameleers, CEO Eurogroup for Animals. Fast eine Million Bürger haben bereits eine internationale Petition unterzeichnet, die ein EU-weites Verbot von Wildtieren in Zirkussen fordert.

Quelle: APA

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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