Mordversuch-Prozess

Attentat in Gerasdorf: Jetzt Leibwächter angeklagt

Niederösterreich
25.02.2021 14:20

Man darf davon ausgehen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am 8. April im Landesgericht Korneuburg enorm sein werden. Vor Gericht steht der Leibwächter eines auf offener Straße erschossenen Tschetschenen - der Informant für das BVT war. Er wollte auf den Mordverdächtigen schießen, seine Waffe versagte aber!

Eine „Tatort“-Folge ist Entspannung gegen diese Realität. Der Tschetschene Mamichan U. alias Martin B. galt als scharfer Kritiker von Präsident Kadyrow - und war seit Jahren Informant des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Polizeischutz hatte er abgelehnt und auf seinen Leibwächter Ahmed A. vertraut.

Der Fingerzeig gegen Kadyrow auf der Reichsbrücke: 29 Videos lud das Mordopfer mit zwei Alias-Namen hoch. Meist drohte „Anzor aus Wien“ darin Tschetscheniens Diktator. (Bild: YouTube)
Der Fingerzeig gegen Kadyrow auf der Reichsbrücke: 29 Videos lud das Mordopfer mit zwei Alias-Namen hoch. Meist drohte „Anzor aus Wien“ darin Tschetscheniens Diktator.

Treffen wegen illegalem Waffenkauf
Am 4. Juli 2020 fand ein Geheimtreffen in Gerasdorf (Niederösterreich) statt, es ging um einen illegalen Waffenkauf. Das BVT soll von diesem Treffen informiert gewesen sein, der nunmehr angeklagte Leibwächter wollte den später Getöteten davon abhalten - der Täter sei nämlich Kadyrow-treu.

Tatsächlich wurde B. erschossen, der Personenschützer wollte ebenfalls schießen - doch seine Waffe klemmte! Er ist wegen versuchten Mordes, angeklagt, Anwalt Martin Mahrer verteidigt.

Wann das Verfahren gegen den Mörder startet, ist noch unklar.

Quelle: Kronen Zeitung

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