18.02.2021 08:34 |

Australian Open

Serena Williams erneut an Rekordsieg gescheitert

Im Finale der Australian Open kommt es am Samstag zum Duell zwischen der Topfavoritin Naomi Osaka und der US-amerikanischen Außenseiterin und Final-Debütantin Jennifer Brady. Serena Williams scheiterte erneut bei ihrem Versuch, den lang ersehnten 24. Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Im Halbfinale verlor die 39-jährige US-Amerikanerin deutlich 3:6, 4:6 gegen die als Nummer 3 gesetzte Japanerin Naomi Osaka. Williams bleibt damit weiterhin einen Major-Sieg hinter Rekordhalterin Margaret Court.

Im zweiten Halbfinale setzte sich Jennifer Brady (WTA-Nr. 24) in drei hart umkämpften, aber nur selten hochklassigen Sätzen 6:4, 3:6, 6:4 gegen die drei Positionen schlechter klassierte Tschechin Karolina Muchova durch. Während Osaka ihre bisherigen drei Grand-Slam-Finals - US Open 2018 und 2020 Australian Open 2019 - gewonnen hat, setzte sich die 25-jährige Brady im vergangenen August in ihrem ersten und bisher einzigen WTA-Finale beim kleinen Turnier in Lexington durch.

Osaka gilt im Endspiel als klare Favoritin. Die 23-Jährige zeigte gegen Williams eine nahezu perfekte Leistung und wackelte nur einmal. Die Tochter eines Haitianers und einer Japanerin startete nervös und geriet 0:2 in Rückstand. Williams hatte Bälle zu einer 3:0- und dann 3:1-Führung. Dann aber gewann Osaka acht Games in Serie. Bei 4:3 im zweiten Satz unterliefen ihr drei Doppelfehler, doch auf das 4:4 reagierte sie gleich wieder mit einem Break und servierte nach eineinviertel Stunden souverän zu null aus.

Seit der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia im Herbst 2017 hat Williams nun elfmal versucht, Courts Allzeit-Rekord an Grand-Slam-Titeln zu egalisieren und ist gescheitert, viermal davon in einem Finale. Unter anderem verlor sie schon 2018 im US-Open-Endspiel in zwei Sätzen gegen Osaka. Damals war dies sensationell, nun war es fast schon erwartet. In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist die Japanerin mit Abstand die stärkste Hartplatz-Spielerin der Welt.

Auch Bradys Erfolg kommt nicht völlig aus dem Nichts. Sie erreichte bei den vergangenen US Open ihr erstes Grand-Slam-Halbfinals, in dem sie Osaka drei Sätze lang hart forderte. Gegen Muchova kämpfte sie am Ende mit den Nerven, nützte dann aber nach knapp zwei Stunden den fünften Matchball.

Quelle: APA

Ingemar Pardatscher
Ingemar Pardatscher
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