Weil ein Vater und sein Sohn gegen die Maskenvorschrift im Schulgebäude verstoßen hatten und dann auch nicht freiwillig das Gebäude verlassen wollten, wurde die Polizei am Montag zu einer Neuen Mittelschule im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich gerufen. „Der 37-Jährige hatte sein Kind begleitet, um zu verhindern, dass es getestet wird“, hieß es seitens der Polizei.
Nachdem die beiden am ersten Schultag nach den Semesterferien um 7.30 Uhr offenbar ohne Maske in der Schule erschienen waren, wurden sie aufgefordert, einen entsprechenden Schutz zu tragen. Der Vater zeigte sich laut Polizeibericht uneinsichtig und verweigerte auch einen Test beim Sohn. Er erklärte, dass nur ein Arzt einen Abstrich nehmen dürfe.
Polizei alarmiert
Weil die Situation immer mehr aus dem Ruder zu laufen drohte, machte der Direktor von seinem Hausrecht Gebrauch und verwies Vater und Sohn der Schule. Als der Aufforderung nicht nachgekommen wurde, verständigte die Anstaltsleitung die Polizei. Um 8.15 Uhr gingen Vater und Sohn dann doch. Eine Anzeige wegen Nichteinhalten der Corona-Bestimmungen folgt.
Die oberösterreichische Bildungsdirektion wusste am Dienstag von keinen weiteren derartigen Zwischenfällen an den ersten Schultagen. Wie viele Schüler keine Tests machten und daher dem Präsenzunterricht fern und im Distance Learning bleiben müssen, dazu werde es erst am Ende der Woche Zahlen geben.
Wirbel auch in Kärnten
Zuletzt hatten auch testverweigernden Eltern in Kärnten gegen die neuen Regeln an den Schulen mobil gemacht. In sozialen Netzwerken und über WhatsApp-Gruppen haben sie in den vergangenen Tagen Unterstützer gesucht und Schuldirektoren und Lehrern mit Anzeigen und Klagen gedroht.
Quellen: APA/Polizei
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