06.02.2021 21:30 |

Ski alpin

Salzburgs goldene WM-Jahre sind vorerst vorbei

Das letzte Jahrzehnt brachte vier Salzburger Ski-Weltmeister hervor. Bei der am Montag in Cortina beginnenden WM sind die Hoffnungen des langjährigen Ski-Bundeslandes Nummer eins jedoch nicht allzu groß. Mit Roland Leitinger, Stefan Brennsteiner und Mirjam Puchner ist wohl nur ein Trio dabei.

Seit 1931 werden Ski-Weltmeister ermittelt. In den 90 Jahren schrieben viele Salzburger die Geschichte mit. Allein das letzte WM-Rennen, der Herren-Slalom in Are 2019, wurde dank Marcel Hirscher zur Salzburger Beute. Mit seinem siebten Titel (fünf in Einzelbewerben) trat der Ski-König ab.

Gold für Schild, Veith, Hirscher, Reichelt
Es markierte das Ende eines unglaublich erfolgreichen Jahrzehntes. In dem Salzburg durch Marlies Schild, Anna Veith, Hannes Reichelt und Hirscher vier Weltmeister hervorbrachte. Das Jahrzehnt davor hatten Hermann Maier, Alexandra Meissnitzer und Michael Walchhofer geprägt. Ende der 1980er, Anfang der 90er-Jahre stellte Salzburg dank Petra Kronberger, Ulli Maier und Rudi Nierlich Mehrfach-Weltmeister. Zuvor gab’s die Gold-Ära von Annemarie Moser-Pröll.

Europacup als WM-Generalprobe
Aber die „goldenen Jahre“ scheinen vorerst vorbei. Wenn heute der Kader für Cortina bekannt gegeben wird, dürften nur drei Salzburger aufscheinen. Bei den Herren sind dies die RTL-Spezialisten Roland Leitinger und Stefan Brennsteiner, die am Wochenende beim Europacup in Berchtesgaden Rennpraxis sammeln wollen. Bei den Damen wird wohl Mirjam Puchner berücksichtigt. Was sie eint: Platz acht war heuer ihr bestes Weltcup-Ergebnis. Als große Medaillenhoffnungen fahren sie nicht zur WM.

Pendel Richtung Saalbach 2025
Österreichs letzter Abfahrtsweltmeister und möglicher Schröcksnadel-Nachfolger, Michi Walchhofer, hat es treffend formuliert: „Es kann nicht immer bergauf gehen. Aber wir müssen schauen, dass wir das Pendel möglichst schnell wieder in die andere Richtung bringen.“ Denn schon 2025 wartet die Heim-WM in Saalbach. Sollte es in Cortina keine Salzburger Medaille geben, wäre dies übrigens die erste Nullnummer seit der Sierra Nevada 1996.

Herbert Struber
Herbert Struber
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