06.02.2021 18:00 |

Experten befragt

Studie über Zukunft des Wintersports nach Corona

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie langfristig auf den Wintersport und Tourismus aus? Dieser Frage ging eine Studie von Mastercard nach. Interviewt wurden dafür europaweit insgesamt 53 Experten im Wintersport. Darunter vertreten waren Sportler, Funktionäre, Medienvertreter, Akademiker, Resort-Manager sowie Führungskräfte der Sporttechnologie. Mehr als die Hälfte von ihnen (exakt 56 Prozent) ist davon überzeugt, dass die Corona-Krise auf die Branche nachhaltige Auswirkungen haben wird.

So sagen 73 Prozent, dass kontaktlose Technologien - angefangen bei der Zahlung bis hin zum Skiverleih und dem Check-In im Hotel - bis zum Jahr 2025 deutlich zunehmen werden. Bei der im Vorjahr dazu durchgeführten Studie hielten das mit insgesamt 62 Prozent noch weniger für wahrscheinlich. Studienleiter Sascha L. Schmidt von der „WHU - Otto Beisheim School of Management“ ist sogar überzeugt, dass „kontaktlose Technologien in der Wintersportbranche bald der Standard sein werden“.

Smarte Technologien und mehr Infos für Fans
Mit interessanten Neuerungen rechnet er auf dem Gebiet der smarten Technologie. Wie beispielsweise Head-up-Displays im Helm, die die Wintersportler mit Routenplänen versorgen, oder Sensoren in den Skischuhen, die zur Verbesserung der Fahrtechnik dienen könnten. „Hier werden in den kommenden Jahren viele spannende Innovationen auf uns zukommen“, ist Schmidt überzeugt.

Eine der größten Änderungen erwarten sich 73 Prozent der Experten für die Fans des Profisports. Hier rechnen die Befragten mit Streaming-Angeboten, die unzählige Informationen zur Leistung der Athleten in Echtzeit bieten werden.

Virtueller Skisport im eigenen Wohnzimmer
Apropos Profisportler: Helmut Holzer vom Skisportartikel-Hersteller Atomic sieht hier noch weiteres technologisches Potenzial: „Intelligente Messsysteme direkt beim Equipment könnten die Aussagen der Athleten, wenn etwas beim Material nicht passt, verifizieren“. Weiters ist er überzeugt, dass „auch klimafreundlichere Materialien zunehmen werden“. Beim letzten Ergebnis der Studie werden einige vermutlich den Kopf schütteln. Denn 37 Prozent der Experten gehen davon aus, dass bis 2025 der eSport zunehmen wird.

Dort, wo keine Berge und Pisten zu finden sind, könnte das Skierlebnis also virtuell im Wohnzimmer stattfinden.

Manuel Schwaiger, Kronen Zeitung

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