04.02.2021 14:41 |

Fast täglich angepasst

So sieht - derzeit - der Impfplan für Wien aus

Bis Ende September kann die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren - basierend auf einer Durchimpfungsrate von 75 bis 80 Prozent - gegen das Coronavirus geimpft sein. Damit rechnet zumindest Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Was Wien anbelangt, werden im März die Alten- und Pflegeheime und das Spitalspersonal abgeschlossen sein. Damit beginnt in der Bundeshauptstadt die „Phase Zwei“ der Immunisierungen, die unter anderem Lehrer, Apotheken oder Polizei beinhaltet.

Hacker erklärte am Donnerstag in einer Pressekonferenz, dass der Wiener Impfplan beinahe täglich angepasst werden müsse, da sich die Mengen an fix zugesagten Liefermengen der Impfstoffe stets änderten. Klar ist jedenfalls, dass durch die Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffs unter dem Strich wesentlich mehr Impfdosen zur Verfügung stehen.

Die konkreten Planungen der Bundeshauptstadt umfassen den Zeitraum bis inklusive Kalenderwoche acht, also bis Ende Februar. Bis dahin sollen 97.800 Menschen ihren ersten Stich erhalten haben und 52.100 Personen bereits vollimmunisiert (zwei Dosen) sein. Für die restlichen fünf Wochen bis Ostern rechnet die Stadt aktuell mit knapp 220.000 Dosen, wobei dies noch mit großer Unsicherheit behaftet sei.

Neben Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen werden in den nächsten Wochen die Impfaktionen für Rettungsdienste, die mobile Pflege und die niedergelassenen (Haus-)Ärzte fortgesetzt. Neu in den Personenkreis der Impflinge kommen ab etwa der zweiten Februarhälfte Personen mit Behinderung, Pflegebedürftige zu Hause, Ambulatorien und Reha-Kliniken sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Covid-Laboren.

Zweite Impfphase ab März
Im Lauf des Märzes soll dann die zweite von vier Impfphasen beginnen. Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen und Lehrerpersonal und Angestellte in Apotheken werden ebenfalls in diese Gruppe fallen wie körpernahe Gesundheitsdienstleister, Polizistinnen und Polizisten sowie Sozial- und Betreuungseinrichtungen.

Ab April soll dann in Wien in Sachen Impfung ordentlich aufs Tempo gedrückt werden, da sich die gelieferten Impfstoffmengen massiv erhöhen würden. „Ich rechne mit dem Zehnfachen“, so Hacker. Dann sollen die Betriebe immunisiert werden, ab Mai/Juni steht die Inbetriebnahme großer Impfstraßen - vorgesehen sind zum Beispiel die Messe und das Austria Center - für die breite Bevölkerung am Plan. Auch kleinere Impfstraßen und -zentren, vergleichbar während der Grippeimpfaktion, wurden angekündigt. Und die Hausärzte werden ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Verabreichung spielen.

Michael Binder, medizinischer Direktor des Wiener Gesundheitsverbunds, versuchte indes, Vorbehalte gegen den AstraZeneca-Impfstoff - unter anderem wegen offenbar geringerer Wirksamkeit - zu zerstreuen. Alle drei bisher in der EU zugelassenen Fabrikate hätten das angestrebte Ziel klar nachgewiesen, schwere Erkrankungen und Tod durch eine Covid-Infektion zu verhindern.

„Macht vielleicht Spaß, ist aber falsch“
Was die Impfraten anbelangt, äußerte sich Hacker sehr kritisch bezüglich Bundesländervergleiche: „Das macht vielleicht Spaß, ist aber falsch“, verwies Hacker auf verzerrende Faktoren. So seien etwa mehr als 18 Prozent jener Personen, die etwa wegen ihres Jobs in einem Spital in Wien geimpft wurden, in anderen Bundesländern gemeldet und scheinen in deren Statistik auf. Außerdem seien die Impfstofftranchen der ersten Wochen nicht nach Bevölkerungsschlüssel, sondern nach Anzahl der Alten- und Pflegeheime an die Bundesländer verteilt worden.

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