Dutzende Tiere starben

Kaninchen und Tauben tot: „War ein Gift-Anschlag“

Seit einigen Jahren züchtet Roman Jiptner in Kirchberg am Wagram im Bezirk Tulln Kaninchen, Tauben und Wachteln. In einer Nacht starb aber plötzlich ein Großteil der Tiere. Am Areal wurden verdächtige Körner gefunden. „Das war Gift“, ist sich der Kirchberger sicher. Doch das Verfahren wurde abgebrochen

Der ehemalige Allgemeinmediziner Roman Jiptner züchtet seit seiner Pensionierung Kaninchen, Wachteln und Tauben für besondere Spezialitäten. Damit dürfte er sich wohl nicht nur Freunde gemacht haben. Nachdem er bereits einige erschossene Tauben gefunden hatte, machte er im April 2020 eine schreckliche Entdeckung: Die Kaninchen auf seinem Grundstück waren allesamt tot, auch viele Tauben verendet. Der Schaden betrug mehrere tausend Euro. Neben den Kadavern fand Jiptner verdächtige rote Körner. „Ein Giftköder, der über die Mauer geworfen wurde“, ist er sich sicher und erstattete Anzeige. Doch seitdem wurde es ruhig.

Vor kurzem erkundigte er sich bei der Staatsanwaltschaft. „Mir wurde gesagt, das Verfahren sei eingestellt. Muss man erst ein Messer im Rücken haben, damit ermittelt wird?“, ärgert sich Jiptner. Auf „Krone“-Anfrage heißt es bei der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren abgebrochen wurde, weil es keine Indizien für einen Giftanschlag gebe. Jiptner nimmt nun noch einmal Kontakt mit dem Amtstierarzt auf und lässt auf eigene Faust die Körner untersuchen. Ein Ergebnis soll bald vorliegen.

Thomas Werth, Kronen Zeitung

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