„Krone“-Ombudsfrau

Reisen: Verboten, aber möglich und versichert

Ombudsfrau
27.01.2021 09:00

Den einen wundert es, den anderen ärgert es - den nächsten freut es: Fernreisen sind derzeit laut Gesundheitsministerium zwar verboten - aber dennoch möglich. Die Reaktionen auf unseren Bericht über einen verhinderten Malediven-Urlaub waren zahlreich. Rechtssicherheit dürfte es laut Experten nicht geben.

Herr S. wollte, wie berichtet, vorige Woche gemeinsam mit seiner Frau einen Traumurlaub auf den Malediven antreten. Hat dies aber nicht getan. Aufgrund der derzeit strengen Ausgangsbeschränkungen im Lockdown ist nicht einmal die Fahrt zum Flughafen erlaubt (außer für Geschäftsreisende und Familienbesuche), geschweige denn eine weit vom Wohnort entfernte Nächtigung. Das hat das Gesundheitsministerium in einer Stellungnahme noch einmal bestätigt. Für die Kontrolle seien lokale Gesundheitsbehörden, unterstützt durch die Exekutive, zuständig.

Für den Fall einer Erkrankung oder eines Unfalls auf Reisen sollte man eine Versicherung abschließen. (Bild: ©thingamajiggs - stock.adobe.com)
Für den Fall einer Erkrankung oder eines Unfalls auf Reisen sollte man eine Versicherung abschließen.

Für Experten ist die Rechtslage zum Reiseverbot nicht so eindeutig wie für das Gesundheitsministerium. Es werden derzeit auch Fernreisen verkauft und angetreten. Die Europäische Reiseversicherung bietet jedenfalls umfassenden Reiseschutz, wie Vorstand Wolfgang Lackner bestätigt: „Auch in Ländern mit Reisewarnstufe 5 und 6 besteht voller Reiseschutz, ausgenommen ist allerdings alles, was in Zusammenhang mit Covid-19 steht.“ Das bedeutet, ein Beinbruch ist versichert, eine Erkrankung an Corona aber nicht. In Ländern ohne Covid-Reisewarnung besteht sogar auch Versicherungsschutz für eine Erkrankung an Corona.

Fest steht: Urlaub in Österreich derzeit nicht möglich
Ihre Ombudsfrau kann jeden verstehen, der sich derzeit nach Urlaub und Erholung sehnt. Und sie hat auch Verständnis für jeden, der verkauft, wenn er verkaufen kann, weil er um seine Existenz bangt. Ob das derzeit sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Nicht zu verstehen sind jedenfalls die offenbar unklare Rechtslage und die wenig bis kaum stattfindenden Kontrollen. Eindeutig unmöglich ist ein Urlaub derzeit nur in Österreich. Hier ist alles zugesperrt. Bei so viel Unsicherheit verwundert es nicht, dass die Menschen „maßnahmenmitmachmüde“ sind.

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