Unter Druck

Auf Zapfpause folgt bei Brau Union Sparkurs

Die monatelangen Schließungen in der Gastronomie und Hotellerie beuteln auch die Lieferanten dieser Betriebe gewaltig durch. Stillgelegte Küchen und Zapfhähne machen dabei vor Österreichs größtem Bierhersteller nicht Halt. In der von Linz aus agierenden Brau Union, Teil des Heineken-Konzerns, regiert der Sparstift.

Im Mai des Vorjahres trat Klaus Schörghofer die Nachfolge von Magne Setnes als Vorstandschef der Brau Union Österreich an. Seither steht der 39-Jährige gewaltig unter Druck, muss den Bier-Produzenten durch die schwierige Situation steuern. Die Zwangspause von Festen, Konzerten und Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr, dazu die Zwangspausen in der Gastronomie und fehlende Planungssicherheit bringen die von Linz aus agierende Firma, die zum Heineken-Konzern gehört, unter Druck.

Personaleinsparungen
Die Holländer hatten bereits im Oktober angekündigt, die Personalkosten im Konzern um 20 Prozent senken zu wollen. Das lässt auch bei der Belegschaft der Brau Union die Alarmglocken schrillen. Hinter vorgehaltener Hand wird spekuliert, dass 500 bis 600 Jobs wackeln sollen, eine Zahl, von der Sprecherin Gabriela Straka nichts wissen will. „Es gibt strukturelle Anpassungen im Unternehmen, die auch Personaleinsparungen nach sich ziehen, allerdings nicht in dem kolportierten Ausmaß“, betont sie.

Arbeitsstiftung im Vorjahr gegründet
Konkrete Zahlen könne man nicht nennen, da sich das Ausmaß der Krise noch nicht abschätzen lässt. „Wir sind zuversichtlich, unsere Ziele über natürliche Abgänge zu erreichen, über alle Standorte und Funktionen hinweg“, so Straka. Die Brau Union zählt 2700 Mitarbeiter in Österreich. Über 1400 Beschäftigte sind aktuell in Kurzarbeit. Schon im Vorjahr wurde eine Arbeitsstiftung gegründet.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Donnerstag, 25. Februar 2021
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