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Außenminister wirft eine Atombombe auf Linz

„Etwa 66.000 Tote, etwa 95.000 Verletzte. Tausende weitere sterben an Folgeerkrankungen.“: Dies schreckliche Ergebnis, wenn über Linz eine Atombombe mit 110 Kilotonnen Sprengkraft explodieren würde, zeigt Österreichs Außenministerium anlässlich des Inkrafttretens des Atomwaffensperrvertrags drastisch auf. „Fat Man“, 1945 über Nagasaki abgeworfen, hatte 20 kT Sprengkraft.

Für die Visualisierung einen Atombombenabwurfs lässt das Außenministerium Wien in einem Feuersturm verdampfen. Linz muss sich mit einer Landkarte „begnügen“, auf der, ausgehend vom Hauptplatz drei Kreise der schlimmsten Verwüstungen eingezeichnet sind. In den Erläuterungen spart das Außenministerium mit schrecklichen Details nicht:

  • Vom Hauptplatz über Lentos, Nordico bis zum Schloss ist alles Asche.
  • Bis zum Fuß des Aubergs sterben 90 Prozent aller Menschen.
  • Bis Puchenau, St. Magdalena und zum Bindermichl-Tunnel erleiden die Menschen Verbrennungen dritten Grades, Amputationen werden notwendig.
  • Im Radius Altenberg - Ottensheim - Traun bersten die Fenster.
  • Circa 66.000 Tote, ca. 95.000 Verletzte. Tausende weitere sterben an Folgeerkrankungen.

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger dürfte diesen „Anschlag“ noch gar nicht mitbekommen haben. Sein Wiener Kollege Michael Ludwig ist empört: „Jetzt ist nicht die Zeit, mit Atombomben Angst zu schüren, sondern sich um Impfdosen zu kümmern“, poltert er in der Wiener Ausgabe der Sonntagskrone.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Dienstag, 02. März 2021
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