21.01.2021 10:38 |

Vier Mal zugeschlagen

Bankomat-Sprengungen: Verdächtige ausgeforscht

Die Polizei hat nach umfangreichen Ermittlungen drei Männer ausgeforscht, die im Vorjahr in Tirol, Salzburg und Vorarlberg vier Bankomaten gesprengt haben sollen. Den Rumänen wird zur Last gelegt, sich im Frühjahr 2020 in Weer (13. Mai), Hopfgarten (20. Mai), Leogang (29. Mai) und Bludesch (3. Juni) mit einem unbekannten Sprengstoff Zugang zu den Tresorbereichen der Geldausgabeautomaten verschafft zu haben. Alle drei Verdächtigen sitzen derzeit im Ausland in Haft.

Ein Beschuldigter (30) wurde bereits Anfang Juni 2020 in Vorarlberg festgenommen und aufgrund eines aufrechten Haftbefehls in die Schweiz ausgeliefert. Seine mutmaßlichen Komplizen (42 und 43 Jahre alt) wurden ebenfalls Anfang Juni 2020 in Dänemark festgenommen. Sie sitzen dort gerade wegen gleich gelagerter Delikte im Gefängnis.

Rund 40.000 Euro Sachschaden
In Österreich gelang es dem Trio, in den ersten drei Fällen das in den Bankomaten verwahrte Bargeld teilweise zu stehlen. Bei der letzten Sprengung blieb es beim Versuch. Die Bankomaten waren jeweils an der Außenfassade montiert, in zumindest einem Fall haben die Täter die Überwachungskamera mit Farbe übersprüht. Während die Polizei keine Auskunft über die Höhe der Beute gibt, dürfte alleine der bei den vier Explosionen verursachte Sachschaden bei rund 40.000 Euro liegen.

„Die Abklärung hat einige Zeit gedauert, da zunächst eine Verbindung zwischen den vier Sprengungen hergestellt werden musste und zeitgleich Anfragen in europäischen Nachbarländern liefen“, sagte die Leiterin des Landeskriminalamtes Tirol, Katja Tersch, am Donnerstag zur APA. Der Verdacht, dass die drei Rumänen für die Taten infrage kommen, habe sich dann zusehends erhärtet und sei letztlich durch eine positive DNA-Übereinstimmung bei einem der Beschuldigten erfolgt.

Die Ermittlungen wurden vom LKA Tirol in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und den Landeskriminalämtern in Salzburg und Vorarlberg geführt. Die drei Verdächtigen werden bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.

 Tiroler Krone
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