18.01.2021 15:30 |

1 Woche nach Explosion

China: Lebenszeichen von verschütteten Bergleuten

Eine Woche nach einer Explosion in einer Goldmine im Osten Chinas gibt es Lebenszeichen von zwölf verschütteten Bergleuten. Rettungstrupps hätten Löcher in die Grube in Qixia nahe Yantai in der Provinz Shandong gebohrt und zunächst Schläge gegen das Bohrgestänge gehört, berichteten am Montag staatliche Medien. Über das Loch seien dann Nährstofflösungen an Stahlseilen in die Tiefe hinabgelassen worden. Die Retter hätten gespürt, wie von unten an den Seilen gezogen worden sei, hieß es.

Am späten Sonntagabend hätten die Verschütteten dann einen Zettel hinaufschicken können. „Wir sind sehr erschöpft, brauchen dringend Magenmedizin, Schmerzmittel, Verbandsmittel, Entzündungshemmer, und drei Personen haben Bluthochdruck“, hieß es darin nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Vier der zwölf Kumpel seien verletzt. In dem Schacht sei weiter viel Rauch und Wasser.

Von zehn der Verschütteten fehlt jede Spur
„Wir hoffen, dass die Bergung fortgesetzt wird, und bleiben hoffnungsvoll. Danke“, schrieben die Bergleute weiter. Von zehn weiteren Verschütteten gab es allerdings keine Spur. Die Rettungstrupps begannen am Montag mit einer weiteren Bohrung rund 700 Meter vom Eingang zu der Goldmine.

Mehr als 400 Helfer stehen im Einsatz
Das Unglück ereignete sich am Samstag vor einer Woche. Die Bergung sei schwierig, weil Hindernisse das Bergwerk blockierten, berichtete Xinhua. Mehr als 400 Hilfskräfte seien im Einsatz. Zwei hohe Funktionäre, der Parteichef und der Bürgermeister von Qixia, seien ihrer Posten entbunden worden. Laut Xinhua berichtete das Bergwerksunternehmen das Unglück den Behörden erst zwei Tage danach.

Jahr für Jahr Tausende tote Kumpels
Chinas Gruben gelten als die gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr kommen Tausende Kumpel ums Leben. Schlechte Sicherheitsvorkehrungen und mangelnde Aufsicht aufgrund von Günstlingswirtschaft sind häufig die Ursachen. Viele Unglücke werden auch vertuscht.

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