14.01.2021 06:14 |

Reger Zustrom

Jochberg: Von knapp 1000 PCR-Tests vier positiv

Nach dem Bekanntwerden von Verdachtsfällen der britischen Coronavirus-Mutation im Tiroler Jochberg hat es beim kostenlosen PCR-Test-Angebot für die Bevölkerung regen Zustrom gegeben. Am Dienstag und Mittwoch ließen sich über 900 der rund 1500 Jochberger testen. Für die Mehrheit der Tests lag am späten Abend bereits ein Ergebnis vor: Vier waren insgesamt positiv. Zur ursprünglich vermeldeten Zahl von zwei positiven Testergebnissen kamen somit zwei weitere positive Resultate hinzu. Unter den nun positiven Resultaten befindet sich auch die Probe einer Kontaktperson der Skilehrer-Gruppe. Nun soll sich die gesamte Bevölkerung des Bezirks Kitzbühel testen lassen.

Die vier positiv getesteten Proben sollen nun auch noch von der AGES untersucht werden, ob es sich dabei um die britische Virusmutation handelt, teile das Land Tirol am späten Mittwochabend mit.

„Auch bei vereinzelten weiteren PCR-Profilen im Bezirk Kitzbühel wurden Auffälligkeiten gemeldet, denen nun nachgegangen wird. Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist davon auszugehen, dass sich diese Virusvariante rascher verbreitet als der bisher bekannte Virusstamm“, hatte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zuvor erklärt.

Drei Standorte rund um Kitzbühel
Aus diesem Grund soll sich die gesamte Bevölkerung des Bezirks Kitzbühel nun von Freitag bis Montag kostenlos mittels PCR-Test testen lassen. Die Testungen sind an den drei großen Standorten St. Johann (Kaisersaal), Kirchberg (Arena 365) und Reith bei Kitzbühel (Kultursaal) möglich. 

Der Fall Jochberg

Bei den 17 Verdachtsfällen handelt es um zwölf Briten, sowie jeweils eine Person irischer, estnischer, isländischer, spanischer und niederländischer Staatsbürgerschaft. Alle waren in der Personalunterkunft in Jochberg gemeldet. Vorerst gab es keine Hinweise, dass die Personen in den vergangenen Wochen Reisetätigkeiten unternommen hatten. „Es handelt sich jedenfalls um eine homogene Gruppe mit wenig Kontakt zu anderen Personen“, erklärte Elmar Rizzoli vom Corona-Einsatzstab des Landes. Wo sich die Gruppe angesteckt hat, war noch unklar. Ob die von den Betroffenen besuchte Ausbildung hinsichtlich der corona-bedingten Maßnahmen rechtskonform war, gilt es noch zu klären.

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