12.01.2021 14:50 |

Druck auf Teheran

Pompeo wirft Iran Verbindungen zur Al Kaida vor

Die scheidende US-Regierung will Insidern zufolge den Druck auf den Iran in ihren letzten Amtstagen erhöhen und der Islamischen Republik erneut Verbindungen zu Al Kaida vorwerfen. Dazu wolle Außenminister Mike Pompeo noch am Dienstag kürzlich freigegebene Geheimdienstinformationen vorlegen, sagten mit den Plänen vertraute Personen.

Dabei dürfte es sich um Hinweise handeln, dass der Iran Al-Kaida-Anführern Unterschlupf gewährt und die Extremistengruppe unterstützt habe, obwohl die Vorwürfe in Teilen der Geheimdienste und im Kongress mit einiger Skepsis beurteilt werden, hieß es weiter.


In seiner Rede vor dem National Press Club in Washington könnte Pompeo etwa Informationen über die Tötung des mutmaßlichen Al-Kaida-Vizechefs Abu Muhammad al Masri in Teheran im August vorlegen. Die „New York Times“ hatte im November berichtet, dass Masri, der als ein Drahtzieher der Bombenanschläge auf zwei US-Botschaften in Afrika 1998 gilt, von israelischen Agenten im Iran erschossen worden sei.

Keine „Terroristen“ auf iranischem Boden
Der Iran hatte den Bericht dementiert und erklärt, dass es keine Al-Kaida-„Terroristen“ auf seinem Boden gebe. Pompeo hat in der Vergangenheit dem Iran immer wieder Verbindungen zu Al Kaida vorgeworfen, ohne allerdings konkrete Beweise vorzulegen.

Die Vorwürfe werden seit Längerem von Skepsis begleitet, weil auch US-Vertreter darauf verweisen, dass der schiitische Iran und die sunnitische Islamisten-Organisation trotz ihrer Feindschaft zu den USA aus religiöser Sicht Gegner sind.

Allerdings gab es in den vergangenen Jahren aber auch wiederholt Berichte, wonach Al-Kaida-Kämpfer im Iran untergetaucht sein sollen.

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