Arbeitsklima schlecht:

Beamte im Rathaus schlagen mit Protestbrief Alarm

„Der Betrieb kann in manchen Bereichen des Rathauses nicht mehr gewährleistet werden!“ Einen regelrechten Hilferuf haben Spitzenbeamten der Gemeinde in Waidhofen an der Thaya zu Papier gebracht, Arbeitsbedingungen und Stimmung sind offenbar auf dem Nullpunkt, schildern sie in einem Brief datiert mit 6. August.

Dabei wird Vizebürgermeister Martin Litschauer (Grüne) aufgefordert, den Inhalt des Briefes unverzüglich und vollinhaltlich den Gemeinderäten zur Kenntnis zu bringen. Dass er den Hilfeschrei der Stadtamt-Führungskräfte bis jetzt nicht wahrgenommen habe, kritisierte FP-Stadtrat Gottfried Waldhäusl in der zuletzt stattgefundenen Gemeinderatssitzung scharf.

Brisant ist der Inhalt des Briefes: „Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir als Führungskräfte die Verantwortung für den funktionierenden Dienstbetrieb nicht mehr übernehmen können. Wir haben alles gegeben, aber wir und viele fleißige und engagierte Kollegen können nicht mehr!“

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Das Schreiben war an mich adressiert, ich habe es nicht zurückgehalten. Ich bin ja nicht der Briefträger des Gemeinderates.

Vizebürgermeister Martin Litschauer

Kritik am Umgang mit den Mitarbeitern
Auf fünf Seiten wird erläutert, dass es seit einem Prozess gegen die Personalvertreterin Monika Steiner 2012 „schwierige Rahmenbedingungen“ gab, die nur unter der VP-FP-Koalition kurz besser geworden waren. Der Mitarbeiter-Umgang wird besonders angeprangert und ein „ehrlicher, respektvoller und wertschätzender Umgang“ eingefordert.

Litschauer, der seit Mitte des Jahres den erkrankten Stadtchef Robert Altschach vertritt, wehrt sich gegen die Kritik, das brisante Schreiben dem Gemeinderat seit August vorenthalten zu haben. Er habe dem Bürgermeister, der noch nicht ins Amt zurückgekehrt ist, nicht vorgreifen wollen. „Die Vorwürfe der Bediensteten werde ich zum Schutz der Mitarbeiter nicht öffentlich thematisieren“, so Litschauer. Dieser werden aber in einem Unterausschuss beraten werden. Wer in diesem sitzt, sei noch offen.

René Denk, Kronen Zeitung

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