Chaos im Frühverkehr

Unfälle durch verirrte Rinder auf der Westautobahn

Oberösterreich
10.12.2020 08:00

Vier ausgebüxte Kühe haben am Mittwoch gegen 7 Uhr früh auf der A1 bei Enns (Oberösterreich) für Chaos gesorgt: Zwei Lkw überrollten auf der Wiener Richtungsfahrbahn einen Jungstier, ein zweiter Stier und ein Kalb sprangen über die Mittelleitwand. Sieben Autos überrollten sie auf der Salzburger Richtungsfahrbahn. Nur eine Kuh entkam.

„Rinder auf der Fahrbahn!“ Um 6.55 Uhr früh wurde die Streife der Autobahnpolizei Haid zur A1-Auffahrt Enns West gerufen. Beim Eintreffen der Polizisten standen zwei Sattelzugfahrzeuge am Pannenstreifen Richtung Wien. Ein iranischer Lkw-Lenker (32) hatte einen Jungstier erwischt. Der nachkommende Lkw-Chauffeur hatte den verendeten Stier erneut überrollt. Ein zweiter Jungstier und ein Kalb übersprangen eine ein Meter hohe Betonmittelleitwand, standen auf der Salzburger Richtungsfahrbahn. Sieben Pkw rammten die Ausreißer, die auch verendeten.

Unfallstelle einen Kilometer lang
Die Unfallstelle war rekordverdächtig lang, nämlich einen ganzen Kilometer. Mehrere Polizeistreifen waren mit Absicherung, Unfallaufnahme und Absperrmaßnahmen im Stress.

(Bild: Werner Kerschbaummayr)

Schon länger gesucht
Die beiden Jungstiere, das Kalb sowie eine Kuh waren bereits am Freitag, dem 4. Dezember, auf einer Weide in der Ortschaft Moos in Ansfelden-Nettingsdorf durch einen Elektrozaun gebrochen und in ein Waldstück gelaufen. Versuche, die Tiere einzufangen, scheiterten. Am Dienstag hatte der Besitzer (46) mit der Feuerwehr vergeblich versucht, die Ausreißer zu finden und zu fangen.

Kuh ist verschwunden
Die beteiligten Autofahrer blieben unverletzt. Die einzige überlebende, vierte Kuh ist verschwunden.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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