Millionen wert

4500 Handys aus Halle gestohlen: Bande gefasst

Nach rund einem Jahr hat die Exekutive einen spektakulären und vor allem millionenschweren Diebstahl von 4500 nagelneuen Handys aus einer Lagerhalle im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich geklärt: Die vierköpfige Tätergruppe wurde festgenommen und sitzt in Eisenstadt hinter Gittern. Die Rumänen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren verweigern aktuell jede Aussage und haben bereits Top-Anwälte engagiert. Die wertvollen Mobiltelefone sind weiter verschollen.

Die äußerst professionell agierenden Täter hatten am 8. Dezember 2019 die Dachluke des gesicherten Lagers des Telekombetreibers in Niederösterreich geöffnet und sich mittels Klettergurten und -seilen ins Innere des Gebäudes abgeseilt. Anschließend transportierten die Täter mittels selbst angefertigter Seilzüge 4500 Handys - darunter 3500 iPhones - mit einem Gesamtgewicht von 1,9 Tonnen auf das Dach. Von dort beförderten sie das Diebesgut mithilfe einer Seilrutsche über einen gesicherten Zaun außerhalb des Areals.

Um den Coup perfekt zu planen, hatten die Täter vorab sogar ein Lager gemietet, wo sie die Abläufe trainierten und später die gestohlenen Handys lagerten. Anschließend verpackten sie die Mobiltelefone und brachten sie außer Landes.

Verdächtige einschlägig vorbestraft
Im Zuge umfangreicher Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien konnten nun die sechs Rumänen im Alter von 25, 28, 47 und 55 Jahren gefasst werden. Unterstützt wurden die Ermittler vom LKA Burgenland sowie der rumänischen Staatsanwaltschaft Arad. Die Rumänen sind einschlägig vorbestraft und werden europaweit „bis Skandinavien“ per Haftbefehl gesucht.

Bis dato sind nur wenige Handys in Serbien und Rumänien wieder aufgetaucht. Die meisten sind verschwunden. Die Verdächtigen haben bei ihren Vernehmungen bisher keinerlei Angaben zum Verbleib des Diebesguts oder zur Tatbegehung gemacht. Sie verweigerten jegliche Aussagen und haben sich kostspielige juristische Unterstützung durch Staranwälte gesichert.

Zwei der Verdächtigen sind wegen des Coups bereits im November in Eisenstadt verurteilt worden. Man sei nun an die Öffentlichkeit gegangen sei, um eventuell doch noch Hinweise auf das Diebesgut zu erhalten. Der 55-Jährige war am 13. November zu vier Jahren verurteilt worden, einer seiner Komplizen, ein 28-Jähriger, zu fünfeinhalb. Beide Strafen sind bislang nicht rechtskräftig.

Das Landeskriminalamt Wien bittet etwaige Zeugen der Tat oder Personen mit relevanten Hinweisen, sich unter der Telefonnummer 01/31310-25600 oder auch per Mail an lpd-w-lkaast-west-diebstahl@polizei.gv.at zu melden.

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