28.11.2020 16:39 |

Anhänger in Flammen

Feuer in Tauerntunnel: Stundenlange Sperre

Weitreichende Folgen hat der Brand eines Lkw-Anhängers am Samstagmorgen im Tauerntunnel in Salzburg gehabt. So musste der Tunnel in Fahrtrichtung Salzburg in den frühen Morgenstunden gesperrt werden. Gab es erst Befürchtungen, dass die Sperre den ganzen Tag über andauern würde, gab es seitens der Experten gegen Mittag gute Nachrichten. Der beim Feuer entstandene Schaden war weit weniger gravierend als gedacht, gegen 16.30 Uhr konnte der Tunnel in Richtung Salzburg wieder passiert werden.

Kurz vor Mittag habe der ausgebrannte Lkw-Anhänger sowie die Ladung aus dem Tunnel gebracht werden können, berichtete Asfinag-Sprecher Walter Mocnik am Samstagnachmittag. Danach konnten Experten der Asfinag sowie ein externer Gutachter die Schäden an den Einrichtungen sowie am Bauwerk begutachten - das Ergebnis war erfreulich: „Die ersten Schäden konnten von der Asfinag-Betriebstechnik bereits behoben werden, Kabel und Beleuchtung müssen noch getauscht werden. Die Überprüfung des Bauwerks selbst ergab keine gravierenden Schäden an Tunnelwand und Zwischendecke, sondern lediglich teilweise Abplatzungen beim Beton“, so Mocnik weiter. 

Gegen 16.30 Uhr konnte der Tunnel auch in Fahrtrichtung Salzburg wieder freigegeben werden. „Vorerst wird eine Fahrspur zur Verfügung stehen“, informierte der Sprecher. In Fahrtrichtung Villach konnte die Asfinag den Tunnel ja bereits wieder um 8 Uhr für den Verkehr freigeben.

Lenker manövrierte Fahrzeug in Pannenbucht
Gegen 6 Uhr früh hatte der Anhänger, der mit Desinfektionsmittel beladen war, plötzlich zu brennen begonnen. Der Lenker des Gefährts reagierte überaus rasch, manövrierte das Fahrzeug in eine Pannenbucht und koppelte danach den Anhänger von der Zugmaschine ab, wie auch die Salzburger „Krone“ berichtete.

„Der Lenker hat sehr gut reagiert“
Nachdem Versuche, den Brand noch selbst unter Kontrolle zu bringen, scheiterten, verließ der Lenker den Tunnel, da ihm die Situation zu gefährlich wurde. Sämtliche weitere Verkehrsteilnehmer taten es ihm der Folge gleich. Verletzte gab es nicht zu beklagen. „Der Lenker hat sehr gut reagiert“, lobte der Asfinag-Sprecher Walter Mocnik den Mann. Innerhalb weniger Minuten war die Feuerwehr vor Ort und konnte den Brand rasch löschen, doch es galt immer wieder auftretende Glutnester ebenfalls unter Kontrolle zu bringen. So musste die Ladung mit einem Radlader zerteilt werden.

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