20.11.2020 16:13 |

Deutschland geschockt

Kannibalen-Fall: Werkzeuge und Blutspuren gefunden

Bei dem am Donnerstag bekannt gewordenen möglichen Kannibalismus-Fall in Berlin geht die Staatsanwaltschaft von einem Sexualmord aus niederen Beweggründen aus. Im Raum steht der Verdacht einer Tat zur Befriedigung des Geschlechtstriebs. In der Wohnung des Verdächtigen seien „einschlägige Werkzeuge“ wie etwa Messer und Sägen sowie Blutspuren gefunden worden.

Der mutmaßliche Täter, ein 41-jähriger Deutscher, habe im Internet zu Kannibalismus recherchiert und sich auch auf Dating-Plattformen bewegt, wo er zum Opfer Kontakt gehabt habe. Das 44-jährige Opfer, ein Monteur im Hochleitungsbau, wurde seit der Nacht auf den 6. September vermisst. Dann habe der Vermisstenfall eine tragische Wendung genommen, Knochen wurden gefunden.

Keine Hinweise auf Einvernehmlichkeit
Auf die Spur des Verdächtigen, der Lehrer sein soll, seien die Ermittler unter anderem durch den Hinweis eines Taxifahrers gekommen. Dieser habe Angaben zum letzten Zielort des Vermissten machen können. Gegen den 41-Jährigen war bereits am Donnerstag Haftbefehl erlassen worden. Von einem Einverständnis des Opfers gehen die Ermittler nicht aus: Es gebe keine Hinweise auf Einvernehmlichkeit.

Der Fall erinnert an den „Kannibalen von Rotenburg“ von 2001. Damals hatte der Computertechniker Armin M. einem Mann erst den Penis abgeschnitten, ihn dann erstochen, zerlegt und später große Teile des Körpers aufgegessen. Allerdings erfolgte diese Tat auf ausdrückliches Verlangen des Opfers. Der Täter ist noch immer in Haft, träumt allerdings von einem „Leben in Freiheit“.

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