17.11.2020 09:56 |

30-jähriges Jubiläum

Kinderschutzzentrum„Delfi“ kämpft gegen Gewalt

Unter dem Motto „Kinder schützen - Eltern unterstützen“ setzt sich das Klagenfurter Kinderschutzzentrum „Delfi“ bereits seit Jahren für Kinder, Jugendliche und deren Familien ein, die von Gewalt betroffen sind. Nächste Woche feiert die Einrichtung ihr 30-jähriges Bestehen. In Zeiten von Corona ist deren Angebot sogar wichtiger denn je, weil die Gewaltbereitschaft steigt.

„Leider mussten wir auf unsere große Feier wegen der Pandemie verzichten. Trotzdem ist es schön, dass wir 30 Jahre alt werden“, freut sich Leiterin Melanie Bartoloth-Dauschan. Das Motto des Zentrums lautet seit jeher: „Kinder schützen – Eltern unterstützen“. Es dient als Zufluchtsort für Betroffene.

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Bis zu 25 Prozent der Sechs- bis 14-Jährigen leiden unter einem gewaltbelasteten Erziehungsstil.

Leiterin Melanie Bartoloth-Dauschan

„Leider gibt es in der heutigen Zeit trotz Gewaltverbotes noch viele Zwischenfälle in Familien. Bis zu 25 Prozent der Sechs- bis 14-Jährigen leiden unter einem gewaltbelasteten Erziehungsstil. Knapp zehn Prozent der 15-Jährigen sagen, mindestens einmal im Jahr körperlich misshandelt worden zu sein“, erzählt die Leiterin. Die Corona-Krise würde die Gewaltbereitschaft im häuslichen Rahmen noch verstärken.

Deshalb bietet das Kinderschutzzentrum „Delfi“ in Klagenfurt Hilfestellungen für alle von Gewalt betroffenen Kinder, Jugendlichen und ihre Familien an. Dort nehmen sich Psychologen, Psychotherapeuten und Sozialarbeiter Zeit, um in Ruhe über Probleme zu sprechen und zu klären, was zu tun ist.
Nichts geschehe über den Kopf der Hilfesuchenden hinweg; Lösungen würden gemeinsam gefunden, heißt es.

Dorian Wiedergut
Dorian Wiedergut
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