12.11.2020 06:00 |

Zu wenig Epidemieärzte

Alarmruf aus den Schulen: Behörden überfordert

Weil es in der Steiermark viel zu wenige Epidemieärzte gibt, herrscht Chaos im Schulsystem. Schulmediziner sollen nun über Quarantäne-Maßnahmen entscheiden. Parallel dazu wird der Widerstand gegen totalen „Bildungs-Lockdown“ immer größer.

Die Situation an den steirischen Schulen spitzt sich zu: Die aktuelle Corona-Lage - mit Hunderten infizierten Lehrern und Schülern - macht einen „normalen“ Schulbetrieb praktisch unmöglich. Immer klarer wird, dass die Gesundheitsbehörden auf diese noch nie da gewesene Situation nur unzureichend vorbereitet sind.

Der Alarmruf aus den Direktionen der Bildungseinrichtungen ist daher entsprechend laut: An allen Ecken und Enden fehle es an Personal, die Überforderung der Verantwortlichen sei massiv. Besonders problematisch ist, dass es zu wenige Epidemieärzte gibt, die über Quarantänemaßnahmen bzw. deren Aufhebung in den Schulen entscheiden.

Verunsicherung bei Lehrern und Schülern
Diese Mediziner (etwa 100 sind es insgesamt, die vom Land und den Bezirkshauptmannschaften ernannt werden) seien oft nur schwer erreichbar und ließen sich für ihre Urteile, wann Klassen geschlossen und wieder aufgesperrt werden, viel zu lange Zeit. Das führe zu steigender Verunsicherung bei Lehrern, Schülern und deren Eltern, so die Kritik.

Jetzt sollen Schulärzte aushelfen, was in der steirischen Bildungsdirektion sehr begrüßt wird. Dort hofft man übrigens auch, dass es zu keinem Bildungs-Lockdown kommen wird

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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