07.11.2020 20:13 |

Statements im Wortlaut

Was Biden und Trump zum Ausgang der Wahl sagen

Die US-Präsidentschaftswahl ist vorbei und hat mit Joe Biden einen Sieger hervorgebracht, der die Entscheidung der Wähler „geehrt und demütig“ annehmen will. Wie zu erwarten war, gesellt sich Amtsinhaber Donald Trump aber nicht zu den mittlerweile schon zahlreichen Gratulanten, sondern will den Ausgang dieser Wahl, die seiner Ansicht nach „noch lange nicht vorbei“ ist, mit allen Mitteln bekämpfen. Die Statements der beiden im Wortlaut.

Joe Biden: „Ich bin geehrt und demütig über das Vertrauen, das das amerikanische Volk mir und der gewählten Vizepräsidentin Harris entgegengebracht hat. Angesichts beispielloser Hindernisse stimmte eine Rekordzahl von Amerikanern ab. Das beweist einmal mehr, dass die Demokratie tief im Herzen Amerikas schlägt. Nach Abschluss des Wahlkampfes ist es an der Zeit, die Wut und die harte Rhetorik hinter uns zu lassen und als Nation zusammenzukommen. Es ist Zeit für Amerika zusammenzukommen. Und zu heilen. Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Und es gibt nichts, was wir nicht tun können, wenn wir es zusammen tun.“

Donald Trump: „Wir alle wissen, warum Joe Biden sich voreilig fälschlicherweise als Sieger ausgibt und warum seine Medienverbündeten so sehr versuchen, ihm zu helfen. Sie wollen nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist. Joe Biden ist nicht als Sieger irgendeines Bundesstaates bestätigt, ganz zu schweigen von den stark umkämpften Staaten, die auf obligatorische Nachzählungen zusteuern, oder Staaten, in denen unser Wahlkampfteam begründete und legitime rechtliche Schritte eingeleitet hat, die den endgültigen Sieger bestimmen könnten. In Pennsylvania zum Beispiel wurde unseren Rechtsbeobachtern kein ausreichender Zugang gewährt, um den Zählprozess zu verfolgen. Legale Wahlstimmen entscheiden, wer Präsident ist, nicht die Nachrichtenkanäle.“

Trump spielt mit seinen Aussagen darauf an, dass die großen Medienanstalten der USA Biden aufgrund von Prognosen zum Sieger erklärten, genauso, wie sie das allerdings auch schon 2016 gemacht hatten, als er die Wahl gegen Hillary Clinton gewann.

Ab Montag werde sein, Trumps, Wahlkampfteam damit beginnen, den Fall vor Gericht zu verfolgen, damit der „rechtmäßige Sieger“ bestimmt werden könne. 

Martin Grob
Martin Grob
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