29.10.2020 16:30 |

Corona-Maßnahmen

Tirol: Operationen könnten bald verschoben werden

Die Zahl der Corona-Infizierten in Tirol steigt nach wie vor - und gleichzeitig auch jener Patienten, die in Spitälern versorgt werden müssen. Die ärztliche Direktorin des Landeskrankenhauses Innsbruck hat am Donnerstag davor gewarnt, dass bei einer fortdauernden Corona-Entwicklung geplante Routine-Operationen verschoben werden müssen. „Es kann bereits in naher Zukunft zu Verschiebungen von OPs kommen, die auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich sind“, sagte Kofler. Akute Fälle werden natürlich weiterhin sofort behandelt, versicherte sie in einer Aussendung des Landes.

„Aufgrund der Tatsache, dass wir zusehends personelle Kapazitäten für die Behandlung von Covid-Patienten vorhalten müssen, werden wir stufenweise planbare und nicht dringende Operationen wie etwa Magenband-OPs oder Kniespiegelungen verschieben müssen“, erklärte die ärztliche Direktorin. Nach wie vor seien aber in allen Tiroler Spitälern noch ausreichend Bettenkapazitäten auf den Normal- und Intensivstationen vorhanden.

Stufenplan ausgearbeitet
In den vergangenen Monaten sei vom Einsatzstab Gesundheit gemeinsam mit den Tiroler Krankenanstalten ein Stufenplan ausgearbeitet worden. Dadurch sollen die Krankenanstalten flexibel auf den steigenden Bedarf an Betten reagieren können. In dem Plan enthalten ist auch eine mögliche stufenweise Reduktion planbarer Operationen. „Grund ist vor allem, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem OP-Bereich, die für die Arbeit auf einer Intensivstation entsprechend spezialisiert und geschult sind, aufgrund der steigenden Corona-Patienten vermehrt in den Intensivstationen tätig sein müssen“, so Kofler.

Spitäler in den Bezirken entlasten
Zudem sehe der Stufenplan auch vor, dass die tirol kliniken die Bezirkskrankenhäuser bei den Intensivkapazitäten entlasten, damit die Bezirkskrankenhäuser nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und ebenso für Notfälle gerüstet sind.

Derzeit 164 Infizierte in Spitalsbehandlung
Die Zahl der Covid-19-Patienten stieg in Tirol zuletzt deutlich an. Noch vor zwei Wochen waren 59 Patienten in stationärer Behandlung, acht davon auf einer Intensivstation. Mit Stand Donnerstag waren es bereits 164 Patienten, 24 davon auf Intensivstationen. Zusätzlich zu den derzeit mit Covid-Patienten belegten 164 Betten werden weitere 45 Betten - davon 40 auf Normal- und fünf auf Intensivstationen - für Corona-Patienten vorgehalten.

Bei Bedarf können in den Krankenanstalten noch zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden, hieß es. Sollte über die Krankenhauskapazitäten hinaus Bedarf bestehen, werde die mögliche Errichtung weiterer Infrastruktur vonseiten des Landeseinsatzstabes umgehend geprüft und bei Bedarf schnellstmöglich umgesetzt, teilte das Land mit.

 Tiroler Krone
Tiroler Krone
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 04. Dezember 2020
Wetter Symbol
Tirol Wetter
-4° / 7°
Schneeregen
-7° / 3°
leichter Schneefall
-9° / 3°
stark bewölkt
-5° / 4°
leichter Schneefall
-6° / -1°
starker Schneefall