Österreichs Seilbahnsprecher Nationalrat Franz Hörl kritisiert „nicht sachverständige Gutachter“ und die Landesumweltanwaltschaft. Gleichzeitig stellt er klare Forderungen an die Verantwortlichen.
Anlässlich der offiziellen Eröffnung der neuen Diasbahn am Freitag im Tiroler Kappl (die „Krone“ berichtete) fand der Österreichische Seilbahnsprecher und VP-Nationalrat Franz Hörl lobende, aber gleichzeitig auch mahnende Worte: „Vor mehr als acht Jahren hat ein aus meiner Sicht durchaus fehlerhaftes Gutachten einer Professorin der Universität für Bodenkultur in Wien die dringend notwendige Verbindung von Kappl nach St. Anton letztlich verhindert. Erst dieses Jahr konnte eine zeitgemäße Zubringerbahn eröffnet werden. Wertvolle Zeit hat man verstreichen lassen, anstatt ein perfekt vorbereitetes Projekt auf Schiene zu bringen. Daher ist es enorm wichtig, in Zukunft tatsächlich sachverständige Gutachter zu beauftragen.“
Wenn der Landesumweltanwalt die Mehrkosten, die er mittels Verzögerungstaktik auslöst, auch bezahlen müsste, würde er vielleicht realistischer handeln.

NR Franz Hörl
Bild: Johanna Birbaumer
Hörl wiederholt in diesem Zusammenhang die klare Forderung, Kappl mit St. Anton zu verbinden: „Die Erfahrungen zeigen, dass bei bislang jedem Seilbahnzusammenschluss stets beide Seiten profitiert haben. Und wenn wir als Land Tirol unsere globale Vorreiterposition verteidigen wollen, dann müssen wir sinnvollen Zusammenschlüssen den Weg bahnen und in bereits erschlossenen Gebieten den politischen Mut haben, Entwicklung zuzulassen.“
Blockadeansätze ein Störfaktor
Besonders stört Hörl, dass seitens der Landesumweltanwaltschaft – und hier ganz besonders der Vize-Landesumweltanwalt – immer wieder fundamentale Blockadeansätze gewählt werden: „Wir alle haben verstanden, dass wir auf unsere Heimat aufzupassen haben. Schließlich leben wir ja auch hier. Ich erwarte mir bei Projekten, die in bereits erschlossenen und von Menschen – seit Generationen geformten – Landschaftsteilen liegen, dass die Landesumweltanwaltschaft über den Tellerrand schaut und nicht stur Sinnvolles boykottiert oder zumindest zu boykottieren versucht. Wenn der Landesumweltanwalt die Mehrkosten, die er mittels Verzögerungstaktik auslöst, auch bezahlen müsste, würde er vielleicht realistischer handeln.“
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