Jugendliche in Haft

Bande verprügelt und beraubt Ennser Schüler

Sie sind 13, 14 und 16 Jahre alt, haben rund um die NMS Enns in Oberösterreich ein kriminelles Netzwerk aufgebaut, Jüngeren und Gleichaltrigen mit Drohungen Geld, Jause und Fahrräder abgeknöpft. Drei Bandenmitglieder sind in Haft.

Nach der Gummibärenbande und der Semmelweisbande in Linz ist nun in Enns die nächste Kindergang aufgeflogen. Die zwei 14-jährigen Schüler, ein 13-Jähriger und ein Arbeitsloser (16), alles Österreicher mit Migrationshintergrund, hatten im Umkreis der NMS Enns den Ruf von „aggressiven Schlägern“.

Weitere Opfer gesucht
Mit Prügel schüchterten sie Zehn- bis 14-Jährige ein und nahmen Geldbeträge zwischen 50 Cent und 50 Euro, Getränke und Jausenbrote, aber auch ihre Fahrräder ab. Das Ausmaß ist noch nicht bekannt. Die Polizei Enns hofft noch, dass sich weitere Opfer unter 059-133/4132 melden. „Eure Angaben werden vertraulich behandelt“, so die Beamten.

Drei Schläger sitzen jetzt ohnehin in Untersuchungshaft, der strafunmündige 13-Jährige wurde von der Schule suspendiert.

27 Schulverweise seit September
Bei der Bildungsdirektion OÖ setzt man auf Prävention. „Wir bieten zum Thema Gewalt in der Schule, aber auch im Internet Workshops an. Die Schulen können sich auch an den Psychologischen Dienst wenden. Aber Einzelfälle wie in Enns kann man nicht ausschließen“, sagt Herwig Kerschbaumer von der Bildungsdirektion. Erschreckend: Seit Schulbeginn vor weniger als zwei Monaten wurden in Oberösterreich bereits 27 Suspendierungen vom Unterricht ausgesprochen.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 25. November 2020
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